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Les lieux d’exposition et leurs publics / Ausstellungsorte und ihr Publikum

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Edited By Valérie Kobi and Thomas Schmutz

Longtemps considéré comme le lieu d’exposition par excellence, le musée entre depuis quelques années plus fréquemment en concurrence avec des espaces alternatifs d’exposition. Si le statut de l’œuvre d’art ne semble pas être remis en question par ces nouveaux modes de présentation, l’éclatement des limites muséales soulève toutefois diverses interrogations. Quelles interactions existe-t-il entre l’œuvre d’art et son espace d’exposition ? Ces lieux s’adressent-ils à un public particulier ? Et quel impact ces dispositifs ont-ils sur notre perception/réception des œuvres ainsi exhibées? C’est à ces questions que le colloque, « Les lieux d’exposition et leurs publics », tenu en 2011 à Neuchâtel et Bienne, a cherché de répondre en réunissant des spécialistes du monde académique, des musées ou encore du marketing.
Das Museum wurde lange Zeit als der Ausstellungsort schlechthin angesehen. Seit einigen Jahren tritt es jedoch immer häufiger in Konkurrenz mit alternativen Ausstellungsorten. Wenngleich der Status des Kunstwerks durch die neuen Präsentationsformen nicht in Frage gestellt zu sein scheint, wirft der Aufbruch musealer Grenzen verschiedene Fragen auf. Welche Wechselwirkung entsteht zwischen dem Kunstwerk und seinem Ausstellungsort? Wenden sich diese Orte an ein spezielles Publikum? Welchen Einfluss haben diese Dispositive auf unsere Perzeption/Rezeption der hier ausgestellten Werke? Das Kolloquium «Ausstellungsorte und ihr Publikum», das in 2011 in Neuenburg und Biel stattfand, brachte Experten aus Hochschule, Museum und Marketing zusammen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

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Ursula Helg Dann ich hab darin gesehen wunderliche künstliche Ding .Überlegungen zur Wahrnehmung, Repräsentationund Verortung nichtwestlicher Kunst und Kultur 99

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Ursula Helg Dann ich hab darin gesehen wunderliche künstliche Ding. Überlegungen zur Wahrnehmung, Repräsentation und Verortung nichtwestlicher Kunst und Kultur Frühe Wahrnehmung nichtwestlicher Kunst und Kultur Ich möchte meine Überlegungen zur Wahrnehmung, Repräsentation und Verortung nichtwestlicher Kunst und Kultur mit einem Hinweis auf die sogenannten afro-portugiesischen Elfenbeinschnitzereien und ihre Rezeption zur Zeit ihrer Einfuhr nach Europa einleiten. Die gra- zilen plastischen Arbeiten (Salzgefässe, Löffel, Gabel, Dolchgriffe, Jagdhörner u. a. m.) wurden im 15. und 16. Jahrhundert von afrikani- schen Künstlern vorwiegend im Auftrag portugiesischer Abnehmer und meist nach europäischen Bildvorlagen hergestellt (Abb. 1). Auf- grund ihres kostbaren Materials, der hochwertigen handwerklichen Ausführung sowie ihres exotischen Flairs waren sie in ganz Europa begehrt1. Auch der Nürnberger Goldschmiedesohn Albrecht Dürer gehörte zu den Sammlern und Bewunderern solcher Elfenbeinschnitzereien. Er hat auf seiner Reise in die Niederlande in den Jahren 1520/21 in Antwerpen zwei geschnitzte Salzfässchen aus Elfenbein erworben, die höchst wahrscheinlich in Westafrika von Künstlern der Sapi ge- 1 BASSANI Ezio, FAGG William B., Africa and the Renaissance. Art in Ivory, New York, The Center for African Art, 1988. 100 Abb. 1. Unbekannter Sapi- Künstler (Sierra Leone), Salz- fass, ca. 1490 -1530, 19.5 cm, Elfenbein, Lissabon, Privat- sammlung. Ursula Helg 101 fertigt worden sind2. Tief beeindruckt von den künstlerischen Er- zeugnissen aussereuropäischer Völker notiert er am 27. August 1510 in sein Tagebuch, nachdem er in Brüssel die für die...

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