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Les lieux d’exposition et leurs publics / Ausstellungsorte und ihr Publikum

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Edited By Valérie Kobi and Thomas Schmutz

Longtemps considéré comme le lieu d’exposition par excellence, le musée entre depuis quelques années plus fréquemment en concurrence avec des espaces alternatifs d’exposition. Si le statut de l’œuvre d’art ne semble pas être remis en question par ces nouveaux modes de présentation, l’éclatement des limites muséales soulève toutefois diverses interrogations. Quelles interactions existe-t-il entre l’œuvre d’art et son espace d’exposition ? Ces lieux s’adressent-ils à un public particulier ? Et quel impact ces dispositifs ont-ils sur notre perception/réception des œuvres ainsi exhibées? C’est à ces questions que le colloque, « Les lieux d’exposition et leurs publics », tenu en 2011 à Neuchâtel et Bienne, a cherché de répondre en réunissant des spécialistes du monde académique, des musées ou encore du marketing.
Das Museum wurde lange Zeit als der Ausstellungsort schlechthin angesehen. Seit einigen Jahren tritt es jedoch immer häufiger in Konkurrenz mit alternativen Ausstellungsorten. Wenngleich der Status des Kunstwerks durch die neuen Präsentationsformen nicht in Frage gestellt zu sein scheint, wirft der Aufbruch musealer Grenzen verschiedene Fragen auf. Welche Wechselwirkung entsteht zwischen dem Kunstwerk und seinem Ausstellungsort? Wenden sich diese Orte an ein spezielles Publikum? Welchen Einfluss haben diese Dispositive auf unsere Perzeption/Rezeption der hier ausgestellten Werke? Das Kolloquium «Ausstellungsorte und ihr Publikum», das in 2011 in Neuenburg und Biel stattfand, brachte Experten aus Hochschule, Museum und Marketing zusammen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

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Peter J. Schneemann Spielräume: Die Ausstellung als Bühne für das Publikum –zwischen Entmündigung und Ermächtigung 121

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121 Peter J. Schneemann Spielräume: Die Ausstellung als Bühne für das Publikum – zwischen Entmündigung und Ermächtigung1 Mit beschränkter Haftung Faschistische Architektur zeichnet sich durch eine extreme Akustik aus. Im hohen, neoklassizistischen Saal des Hauses der Kunst in München schallten im Frühjahr 2011 die vergnügten Schreie turnen- der Kinder, die Rufe ordnender Lehrer, die erklärenden Sätze des Aufsichtspersonals, die fragenden Stimmen der Tänzerinnen, die ih- rer Aufgabe nachkamen, die Besucher in Gespräche zu verwickeln. Leicht gestresst nahm der Besucher von der kuratorischen Leitidee Kenntnis, dass er in diesem Moment «aktiviert» werden soll. Die Ausstellung Move, die zunächst in der Hayward Gallery gezeigt wurde, dann nach München reiste und schliesslich in der Kunstsammlung NRW das Publikum ansprach, versammelte Positionen partizipativer Kunstpraxis seit den 60er Jahren. Der englische Untertitel beschrieb das programmatische Ziel: Choreographing You. Ähnlich einem gros- sen Sportparcour reichte das Angebot, das sich über den edlen Tra- vertin Boden ausbreitete, von Seilen (Simone Forti, Hangers, 1961/ 2010 und William Forsythe, The Fact of Matter, 2009 [Abb. 1]), Ba- lanceübungen (Robert Morris, Bodyspacemotionthings, 1971), Hula- Hoop Reifen (Christian Jankowksi, Rooftop Routine, 2008) bis hin zu 1 Vorliegender Beitrag zur Diskussion der Ausstellungsorte und der Rolle des Pu- blikums in der Konstitution der Ausstellung als sozialer Ort steht in Zusammen- hang mit dem SNF Forschungsprojekt: Konstellationen der Kunstbetrachtung, das gemeinsam mit Marianne Wagner und Simon Oberholzer, Universität Bern, bearbeitet wird. 122 Abb. 1. William Forsythe, The...

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