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Theorie²

Potenzial und Potenzierung künstlerischer Theorie

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Edited By Eva Ehninger and Magdalena Nieslony

Mit den Begriffen «Potenzial» und «Potenzierung» lassen sich zwei Momente fassen, die die theoretische Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern ebenso wie die kunstwissenschaftliche Arbeit über diese Theorieproduktion beschreiben. Das Potenzial künstlerischer Theorie für die Kunstwissenschaft wird in jenem Moment evident, in dem man sich darauf einigt, dass die häufig verwendete Gegenüberstellung von künstlerischer Theorie und Praxis nicht überzeugt, insofern Theorie Teil einer künstlerischen Praxis sein, und künstlerische Praxis umgekehrt theoretischen Impetus tragen kann. Mit der Potenzierung künstlerischer Theorie ist die Tatsache beschrieben, dass die Verschränkung von Theorie und Praxis im Laufe der Moderne und verstärkt nach 1960 selbst zum künstlerischen Format geworden ist. Die hier versammelten Aufsätze diskutieren diese Phänomene und die Problematik des Umgangs mit künstlerischer Theorie – eine grundlegende methodische Frage der Kunstwissenschaft. Sie nehmen diesbezüglich exemplarische künstlerische Positionen seit der klassischen Moderne bis in die Kunst der Gegenwart in den Blick.

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Biografien 327

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Biografien MARCEL BLEULER Studium der Kunstgeschichte und der bilden- den Kunst in Zürich. Seit 2009 wissenschaftlicher Assistent am Insti- tut für Kunstgeschichte der Universität Bern; Lehraufträge an der For- schungsstelle für Theorie und Geschichte der Fotografie, Institut für Kunstgeschichte der Universität Zürich; 2011/2012 Visiting Fellow am Carpenter Center for the Visual Arts, Harvard University (USA); 2013 Dissertation über filmische Dokumentationen von Performance- kunst („Betrachterbeschwörungen“) mit besonderem Fokus auf me- thodische Fragen; Aktuelle Forschungsinteressen: Künstlerische Re- flexionen des Nahost-Konflikts; unbestimmte Räume in der Gegen- wartskunst. LARS BLUNCK 2001 Dissertation „Between Object & Event. Parti- zipationskunst zwischen Mythos und Teilhabe“ (Weimar: VDG, 2003); 2007 Habilitation „Duchamps Präzisionsoptik“ (München: Verlag Silke Schreiber, 2008), 2002–2008 wissenschaftlicher Assis- tent am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin; 2008–2013 ebendort Gastprofessor; seit 2013 Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Akademie der Bilden- den Künste in Nürnberg; Forschungen und Veröffentlichungen insbe- sondere zur Kunst- und Bildgeschichte der Moderne und Gegenwart. EVA EHNINGER Studium der Kunstgeschichte, Englischen Philolo- gie, Amerikanistik und Museum Studies in Heidelberg, Frankfurt am Main und Lansing, USA (2000–2006); Lehraufträge am Institut für England- und Amerikawissenschaften und Institut für Kunstgeschich- te, Frankfurt am Main sowie Hochschule für Künste, Bremen (2007– 2012); 2011 Dissertation „Vom Farbfeld zur Land Art. Ortsgebunden- heit in der amerikanischen Kunst, 1950-70“, Verlag Silke Schreiber (2013); seit 2011 wissenschaftliche Assistentin am Institut für...

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