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Der Hoheliedkommentar und die «Expositio de muliere forte» Brunos von Segni

Einführung, kritische Edition mit synoptischer Übersetzung und Kommentar

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Ruth Affolter-Nydegger

Der Hoheliedkommentar Brunos von Segni steht hermeneutisch weitgehend in der patristischen Tradition, die dem Mitstreiter Gregor VII. durch Beda und vor allem durch Haimo von Auxerre vermittelt wurde. Auch Brunos Hoheliedkommentar ist durchwegs heilsgeschichtlich-ekklesiologisch-pastoral ausgerichtet. Vorgeschaltet ist eine Auslegung der Schlusspartie der Sprüche Salomos, das «Lob der tüchtigen Frau», die hier wie die Hoheliedbraut als (Vor-) Bild für die Kirche gedeutet wird. Brunos Text ist pointiert-knapp gehalten und wirkt höchst lebendig; seine kirchenpolitischen und pastoraltheologischen Anliegen sind unübersehbar. Formal stellt der Kommentar ein Prosimetrum dar: Der Prosatext ist mit Gedichten teils lehrhaften, teils lyrischen Charakters durchsetzt.
Die Einführung dieser Studie enthält historische und hermeneutische Sachinformationen wie auch Ausführungen zu den exegetischen und stilistischen Eigenheiten des Textes. Dem lateinischen Text ist synoptisch eine deutsche Übersetzung beigegeben. Die textbegleitenden Kommentare führen Vergleichsstellen an und erläutern das exegetische Vorgehen. Synoptische Übersetzung und Erläuterungen eröffnen einem erweiterten Leserkreis den Zugang.

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Vorwort und Dank

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Bei der vorliegenden Publikation handelt es sich um die überarbeitete Fassung meiner Dissertation, die im März 2011 von der Philosophi­ schen Fakultät der Universität Zürich angenommen wurde. Im Mittel­ punkt des Interesses steht der Hoheliedkommentar eines der Tradition verpflichteten, eifrigen und zuweilen eifernden Kirchenmannes aus dem Mittelitalien des 11. Jahrhunderts: ein uns Heutigen inhaltlich fremder Text, der uns jedoch durch seine gedankliche Stimmigkeit in sich selbst wie auch – und dies vor allem – durch seine formalen Qua­ litäten noch immer zu faszinieren vermag. Insgesamt hat die Arbeit infolge besonderer Umstände einen unge­ wöhnlich langen Zeitraum beansprucht. Allen, die mich immer wieder zur Fortführung ermuntert haben, möchte ich hiermit herzlich danken. Mein Dank geht in erster Linie an Herrn Prof. Dr. Peter Stotz für seine geduldige Betreuung und Begleitung in fachlicher und menschlicher Hinsicht. Sodann danke ich dem Koreferenten Prof. Dr. Paul Michel wie auch der von ihm geleiteten Arbeitsgruppe zur Geschichte von Exegese und Hermeneutik. In unseren Lektüresitzungen habe ich un­ zählige wertvolle Anregungen bekommen. Zu Dank verpflichtet bin ich auch den Verantwortlichen des For­ schungskredits der Universität Zürich, durch den das Projekt gross­ zügig unterstützt wurde. Die Freundlichkeit, Geduld und Sachkompetenz von Frau Simone Netthoevel vom Lang Verlag AG, Bern, haben die Drucklegung dieses Buches sehr erleichtert. Auch ihr ein herzliches Dankeschön. Frau Barbara Braune­Krickau gilt mein herzlicher Dank für ihren äusserst sorgfältigen Beitrag an die Lektoratsarbeit. Meiner Schwägerin...

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