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Schöne Kunst und reiche Tafel: über die Bilder der Speisen in Literatur und Kunst / Belle arti e buona tavola: sul significato delle pietanze nell’arte e nella letteratura

Beiträge der Tagungen Gießen (11./12. Oktober 2014) und Urbino (14./15. Oktober 2014) / Atti dei convegni di Gießen (11/12 ottobre 2014) e Urbino (14/15 ottobre 2014)

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Sandra Abderhalden, Michael Dallapiazza and Lorenzo Macharis

Dieser Band versammelt Beiträge zweier Tagungen zur Bedeutung von Essen und Trinken in Kunst und Literatur. Im Zentrum stehen Esskulturen und Praktiken vorrangig in der deutschen und italienischen Literatur vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Der mehrsprachige, komparatistisch ausgerichtete Tagungsband spiegelt die Vielfältigkeit des kulinarischen Themas in literarischen und künstlerischen Werken auf umfassende Weise wider.
Questo volume raccoglie i contributi di due conferenze sul significato del cibo e delle bevande nell’arte e nella letteratura. Pietra angolare del libro è il tema delle culture e delle pratiche alimentari, illustrate con particolare attenzione alle letterature italiana e tedesca, dal medioevo ai nostri giorni. Partendo da una prospettiva comparatistica, il volume plurilingue rispecchia in modo esemplare la molteplicità del tema nelle tradizioni dell’arte e della letteratura.

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Die Symbolik des Essens und die entsprechende Übersetzung. Von Shakespeare bis Brecht: Betrachtungen über Essen als Ausdruck des Denkens und der kulturellen Identität (Maria Elisa Montironi)

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Maria elisa Montironi Die Symbolik des Essens und die entsprechende Übersetzung. Von Shakespeare bis Brecht: Betrachtungen über Essen als Ausdruck des Denkens und der kulturellen Identität Abstract: Das Thema Essen hat einen bedeutenden Platz in der ganzen Produktion von Brecht, sowohl in seinen literarischen Werken als auch in seinen Schriften� Aber die Kritik, die sich mit Brechts Literatur beschäftigt hat, hat sich nur in verstreuten Be- merkungen und also unvollständig mit dieser Thematik auseinandergesetzt� In diesem Beitrag soll erstens darauf hingewiesen werden, dass dieses Thema und die entspre- chenden Antinomien − das heisst essen/fasten, Gefräßigkeit/Hunger, jagen/fallen, ko- chen/geniessen − eine sehr wichtige Rolle in Brechts Bilderwelt spielen, auch wenn das Essen und Trinken nicht metaphorisch gemeint sind� Zweitens, wird anhand von Brechts Version des Coriolanus von William Shakespeare gezeigt, wie kulturbedingt die Übersetzung von Nahrungsmitteln in Brechts Coriolan ist� Keywords: Appetit, Brecht, Brot, Coriolanus, Gegessen- Werden, Hunger, Klassen- kampf, Shakespeare 1. Einleitung: „Erst kommt das Fressen“ „Erst kommt das Fressen dann kommt die Moral“� Das ist, wahrscheinlich, der berühmteste Vers von Bertolt Brecht (den er eigentlich von François Vil- lon in der Übersetzung von Karl Anton Klammer entlehnte, ohne die Quelle anzugeben)�1 Wie bekannt ist, stammt der vom ersten internationalen Erfolg des deutschen Dramaturgen, nämlich aus Die Dreigroschenoper (1928), bzw� von dem von Weill in Musik gesetzten Song „Zweites Dreigroschen- Finale: Denn wovon lebt der Mensch?“� Auf die Frage des Titels ist daher zu antwor- ten, dass Essen das Wesentliche im Leben ist� In...

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