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Denken im Gegensatz: Hugo Ball

Ikonen-Lehre und Psychoanalyse in der Literatur der Moderne

Daniela Paola Padularosa

Das Buch fokussiert die tiefe und dennoch problematische und gegensätzliche Beziehung der Ikonen-Lehre zur Kultur des frühen 20. Jahrhunderts. Das Auftreten von modernen Ikonen wird zum bedeutenden Ausdruck der Renaissance der Mystik in der Kunst, der Wissenschaft und Philosophie der Zeit, die sich oft als Debatte über die Sichtbarwerdung des Unsichtbaren artikuliert.
Vor diesem Hintergrund analysiert die Autorin das Werk von Hugo Ball, einem der außergewöhnlichsten und raffiniertesten Interpreten der literarischen und künstlerischen Szene der Zeit. Ausgehend von Balls dadaistischen Lautwerken bis hin zu seinen zum Teil unveröffentlichten Artikeln zur Psychoanalyse und Religion vertritt das Buch die These, dass die Ikone Christi und die Figur des Heiligen der rote Faden in seinem Œuvre sind: Erinnert Balls kubistisches Kostüm an eine byzantinische Ikone, erscheinen in den Schizophrenen Sonetten andere heilige Gestalten in der Form «umgedrehter Ikonen». Sein faszinierendstes Buch, Das byzantinische Christentum, versucht schließlich durch das wiederkehrende Bild der Himmelsleiter ein neues Verhältnis zur Heiligkeit herzustellen und den Heiligen zum neuen Held der Moderne zu erheben.

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Abb. 1: Hugo Ball im Englischen Garten (Hugo-Ball-Sammlung, Pirmasens). 334 Abb. 2: Werbeplakat der Firma Bergmann & Co., Zürich 1916 (Dada-Archiv, Kunsthaus Zürich). Abb. 3: Marcel Janco, Plakatentwurf, Chant nègre, 1916. 335 Abb. 4: Kasimir Malewitsch, Schwarzes Quadrat, 1915, Tretjakow Galeri, Moskau. 336 Abb. 5: Meister der Veronika, Die Heilige Veronika mit dem Schweißtuch Christi, um 1420, Alte Pinakothek, München. Abb. 6: Acheiropoieton, Nowgorod, 12. Jahrhundert, Tretjakow-Galerie, Moskau. 337 Abb. 7: Hugo Ball im kubistischen Kostüm, Cabaret Voltaire 1916 (Hugo-Ball-Sammlung, Pirmasens). Abb. 8: Christus Pantokrator, 6. Jahrhundert., Katharinenkloster, Sinai. 338 Abb. 9: Kreuzabnahme und Pieta, Aquarell, aus: Hans Prinzhorn, Bildserie der Geisteskranken, Berlin: Springer 1922 (Fall 16). (URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-114603 – ). Abb. 10: Ornament, Bleistift, aus: Hans Prinzhorn, Bildserie der Geisteskranken, Berlin: Springer 1922 (Fall 114). (URN: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-114603 – ). 339 Abb. 11: Hugo Ball 1926 (Hugo-Ball-Sammlung, Pirmasens). 340 Abb. 12: Albrecht Dürer, Melencolia I, Kupferstich, 1514, Städel Museum, Frankfurt a.M. 341 Abb. 13: Die Himmelsleiter, Byzantinische Ikone, 12. Jahrhundert, Katharinenkloster, Sinai. 342 Abb. 14: Der Heilige Lukas malt die Ikone der Muttergottes Hodegretria, Anfang 15. Jahrhundert, Ikonen-Museum Recklinghausen. 343 Abb. 15: Der Jakobstraum, Der Traum des Jakob. Miniatur aus der Wenzel-Bibel, cod. 2759, Hofbibliothek Wien; © Bildarchiv Foto Marburg.

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