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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXVII. Jahrgang / 2015

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Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält elf Vorträge, die während der Tagung zum Thema Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld Mitte Juni 2015 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Sieben weitere Beiträge ergänzen das neue Jahrbuch. Die Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» bietet Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu anderen Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.

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Simpliciana Minora

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419 Simplicianisches in Gerhard Henschels Jugendroman (2009) Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch begegnet man in Gerhard Hen- schels 2009 erschienenem Jugendroman, der auch autobiographische Elemente enthalten mag. Henschel, 1962 geboren, war Redakteur des Satiremagazins Titanic und lebt heute als freier Schriftsteller bei Berlin. Er wuchs unter anderem in der emsländischen Kleinstadt Meppen auf und studierte nach dem Abitur Germanistik, Soziologie und Philosophie in Bielefeld, Berlin und Köln. Er war seit den achtziger Jahren nicht nur als Journalist tätig, sondern verfasste auch kulturkritische Sachbücher, Essays, Erzählungen und Romane. Vom Leben der Familie Schlosser hat Henschel in mehreren Romanen aus der Sicht des Sohnes Martin erzählt, zuletzt im Künstlerroman (2015), dem sechsten Band der Martin-Schlos- ser-Chronik. Der Leser taucht im Jugendroman zusammen mit dem Ich-Erzähler in die Alltagswelt des jugendlichen Romanprotagonisten Martin Schlos­ ser ein, der in Meppen Mitte der siebziger Jahre ein Gymnasium besucht. Der femseh- und lesehungrige Schüler erinnert sich an einen Fernsehfilm im ZDF: Im Zweiten kam die erste von vier Serienfolgen über einen Bauernjungen, der im Dreißigjährigen Krieg nach einem Überfall auf den Hof in Not geriet und bei einem Einsiedler unterkroch. Der nannte den Jungen Simplex, weil er seinen eigenen Namen nicht wußte und weder schreiben noch lesen konnte. Als der Einsiedler gestorben war, verschlug es Simplex in eine Festung, wo er Essen auftragen sollte, und weil er Angst hatte, dabei versehentlich zu furzen, gab ihm einer, der ihn reinlegen wollte, den Rat, ein Bein zu heben,...

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