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Morgen-Glantz – 26/2016

Zeitschrift der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft

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Edited By Bernhard Jahn and Irmgard Scheitler

Der vorliegende Band 26 der Zeitschrift Morgen-Glantz enthält die überarbeitete Fassung der Vorträge, die an der 25. Tagung der Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft vom 19.–21. Juni 2015 in Sulzbach-Rosenberg gehalten wurden. Thema der Tagung war: Nicht-aristotelisches Theater in der Frühen Neuzeit. Es werden außerdem weitere Beiträge und Rezensionen im Band veröffentlicht, die zum Aufgabenbereich der Gesellschaft und ihrer Zeitschrift gehören.

Die Zeitschrift Morgen-Glantz, deren Name dem bekanntesten Kirchenlied des Christian Knorr von Rosenroth entlehnt ist (Morgenglanz der Ewigkeit), versteht sich als Forum für wissenschaftliche Beiträge zu Leben und Werk des Autors sowie zu all den Gebieten, die Christian Knorr von Rosenroth mit Interesse verfolgte, also von der deutschen Literatur bis zur Judaica, von der Hofkultur zur Theologie und von der Musik bis zur Geschichte der Naturwissenschaften.

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Cet amas de chansons. Nicht-aristotelische Aspekte italienischer und französischer Dramatik im Sulzbacher Bibliotheksbestand um 1734 (Florian Mehltretter)

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275Nicht-aristotelische Aspekte Florian Mehltretter Cet amas de chansons. Nicht-aristotelische Aspekte italienischer und französischer Dramatik im Sulzbacher Bibliotheksbestand um 1734 Der vorliegende Beitrag möchte den Sulzbacher Bibliotheksbestand am Anfang des 18. Jahrhunderts zur Basis einer historisch und räumlich konkreten Nachfrage an die Literaturgeschichtsschreibung nehmen: Es besteht ein gewisser Konsens, dass, vom Höhenkamm wichtiger Einzel- werke aus betrachtet, die theatralische Literatur des 16., 17. und 18. Jahr- hunderts zunächst eine – teils zeitgenössisch umstrittene – Durchsetzung von Normen, die aus der Poetik des Aristoteles abgeleitet wurden, und anschließend eine Verabschiedung derselben erlebte. Aber wie stellt sich dies im konkreten Buchbestand eines kulturell relevanten Hofes zu ei- nem bestimmten Zeitpunkt dar? In welcher historisch partikulären Form ist dieses Muster dort zu erkennen? Muss seine literaturgeschichtliche Modellierung im Hinblick auf den konkreten Fall differenziert oder hin- terfragt werden? Dies soll hier anhand des romanischsprachigen Bestan- des unternommen werden – nicht nur, weil der Verfasser dieser Zeilen Romanist ist, sondern auch, weil die romanischen Literaturen im fragli- chen Zeitraum ein wichtiger Schauplatz der Auseinandersetzung um den Aristotelismus sind. Das Ergebnis versteht sich als möglichst kleinfor- matiger Beitrag zu einer ‚Graswurzel-Geschichte’ der Gattungspoetik frühneuzeitlicher Dramatik aus medienhistorischer Perspektive. I. Der Standortkatalog der Handschriften und Drucke der Hofbibliothek Sulzbach von 1734, der von der Bayerischen Staatsbibliothek online be- 276 Mehltretter reitgestellt wird,1 enthält acht italienische Komödien, zwei französische Komödien, zehn italienische Opernlibretti und weitere zehn italienische Festmusik-, Ballett-, Turnier- und Serenadenlibretti, eine Azione sacra, jedoch...

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