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Der imaginierte Ort, der (un)bekannte Ort

Zur Darstellung des Raumes in der Literatur

Series:

Anna Gajdis and Monika Manczyk-Krygiel

Die Monographie bietet einen Überblick über verschiedene Raumkonzepte der modernen Literaturforschung. Es werden Orte und Unorte, historische und gegenwärtige Regionen, mentale Räume der Kultur und Bildung, der Natur und Landschaften, die sich mit den Phänomenen der Exil- und Heimaterfahrung, Grenz- und Schwellenräume, Globalisierung, Migration und des Geschlechts auseinandersetzen, präsentiert. Die moderne Raumforschung ermöglicht auch, sowohl die Identitätskonstruktionen als auch die Zusammenhänge zwischen dem literarischen Subjekt und der anvisierten Raumkonstruktion zu erkunden. Der Band ist in drei Teile gegliedert, in denen unterschiedliche Räume von der Barockzeit bis zur Postmoderne in ihren geographischen, politischen, sozialen, kulturellen und virtuellen Varianten vom literarischen Individuum wahrgenommen werden.
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„I believe I can fly“. Lufträume der Liebe

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Abstract: Es gehört zu den ältesten und kulturell attraktivsten Imaginationen, dass die Liebenden sich in die Luft erheben können. Diese Flugphantasien in den imaginierten bzw. utopischen Erlebnisraum der Schwerelosigkeit sind ein Produkt von Liebesmythologien, die darauf hinauslaufen, das Liebespaar von der Welt als locus terribilis vieler Hindernisse und Widrigkeiten in Abgeschiedenheit zu isolieren bzw. in eine von gesellschaftlichen Gravitationskräften befreite Topographie zu versetzen. Der außerirdische locus amoenus der Liebe im Luftraum, der sich als Motiv in Literatur und Kunst verschiedener Epochen großer Beliebtheit erfreute, erfüllte verschiedene Funktionen im soziokulturellen Deutungssystem der abendländischen Gefühlskulturen. Vor dem Hintergrund dieser Tradition werden diverse Konstruktionen des Luftraums im Zusammenhang mit historisch variablen Liebes- und Genderkonzepten in den kulturellen Texten der Moderne und Postmoderne aus der Perspektive der kulturwissenschaftlichen Raumforschung untersucht. Besonders interessant erscheint dabei die Problematik des Gendering des Luftraumes, der nicht unbedingt Domäne des glücklich freischwebenden Paares ist, sondern auch eine Kulisse für Trennungs- und Befreiungsszenarien darstellt.

Keywords: Luft, Liebe, gender, Literatur

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