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Büchner-Rezeptionen – interkulturell und intermedial

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Marco Castellari and Alessandro Costazza

Angesichts der unterschiedlichen Modalitäten und der verschiedenen Medialitätsgrade und -arten der Rezeption, die das Werk und die Figur Georg Büchners in zwei Jahrhunderten erfahren hat und weiter erfährt, muss heutzutage von Büchner-Rezeptionen in der Pluralform die Rede sein. Immer differenzierter entfaltet sich insbesondere die interkulturelle und intermediale Wirkung des Dichters, Wissenschaftlers und Revolutionärs. Sei es die Persönlichkeit des Dichters selbst, etwa beim Verfassen aufrührerischer Pamphlete, hellsichtiger Dichtungen oder fulminanter Briefe, auf der Flucht aus der Heimat oder am Seziertisch, seien es seine Figuren von Danton bis Lenz, von Leonce bis Woyzeck – das «Kind der neuen Zeit» genießt eine hohe internationale Resonanz in literarischen, theatralischen, filmischen, bildnerischen und performativen Diskursen. Anlässlich der internationalen Tagung zu Büchners 200. Geburtstag in Mailand (September 2013) untersuchen in diesem Band WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und Italien einige dieser Büchner-Rezeptionen, indem sie bekannte Konstellationen hinterfragen, überfällige Rekonstruktionen vornehmen und sich auf neues Terrain begeben.
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Die BeiträgerInnen

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MARCO CASTELLARI lehrt Neuere deutsche Literatur und Geschichte des deutschen Theaters an der Università degli Studi di Milano. Mitherausgeber der Reihe „il quadrifoglio tedesco“ (Milano/Udine); Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Reihe Di/Segni (Milano) und des Beirats der Hölderlin-Gesellschaft Tübingen. Forschungsschwerpunkte: Friedrich Hölderlin (Werk, Forschungsgeschichte, produktive Rezeption); deutsches Drama und Theater des 20. Jahrhunderts (vor allem Bertolt Brecht und Brecht-Nachfolge); deutsch-jüdische Literatur und Literatur der Shoah (insb. Grete Weil, Peter Weiss, George Tabori). Für eine Publikationsliste siehe [Abruf 01.12.2014].

ALESSANDRO COSTAZZA ist Ordinarius für Neuere deutsche Literatur an der Università degli Studi di Milano. Seine Interessen galten in den letzten Jahren hauptsächlich der Darstellung der Shoah sowie dem Verhältnis von Literatur und Philosophie. Er hat folgende Bände herausgegeben: Rappresentare la Shoah (Milano 2005); La poesia filosofica (Milano 2007); La filosofia a teatro (Milano 2010); Kunstreligion. Bd. 1: Der Ursprung des Konzepts um 1800; Bd. 2: Die Radikalisierung des Konzepts nach 1850; Bd. 3: Diversifizierung des Konzepts um 2000 (zus. mit Albert Meier und Gérard Laudin. Berlin/New York 2011, 2012, 2014). Für eine Publikationsliste siehe [Abruf 01.12.2014].

ELISABETTA FAVA lehrt Musikgeschichte an der Universität Turin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören das Lied und die romantische Oper, denen sie mehrere Aufsätze und Monographien gewidmet hat, darunter Paesaggi dell’anima. I Lieder di Hugo Wolf (Alessandria 2000), Ondine, vampiri e cavalieri. L’opera romantica tedesca (Torino 2006) und Voci di un...

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