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Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind in der zweisprachigen Erziehung

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Demeter Michael Ikonomu

Für Eltern in einer binationalen Familie ist die Vermittlung von Zweisprachigkeit eine besondere Herausforderung. Wie soll eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung aussehen? In dieser Studie werden 65 europäische, zweisprachig erziehende Eltern untersucht, und zwar die Mütter bzw. Väter, die Vertreter der Nichtumgebungssprache sind, also der Sprache, die in dem Land, in dem sie leben, als Fremdsprache gilt. Im Fokus steht die Erziehungsperiode der ersten 6 Lebensjahre der Mädchen und Jungen. Das Erziehungsprinzip OPOL (One Person – One Language) wird bei den Auswertungen besonders berücksichtigt. Im Mittelpunkt der deskriptiven Studie stehen die psychologischen Faktoren, und zwar auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungstheorie von John Bowlby. Die Studie geht unter anderem auf folgende Fragen ein: Welche Rolle spielen Elemente der Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind für eine gelungene Zweisprachigkeit? Haben Faktoren wie die Nähe zum Kind oder die Feinfühligkeit gegenüber dem Kind Auswirkungen auf die zweisprachige Erziehung?
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8. Die methodische Vorgehensweise

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8.Die methodische Vorgehensweise

In diesem Kapitel wird der Fragebogen als Grundlage der wissenschaftlichen Befragung vorgestellt und auf die methodische Vorgehensweise eingegangen. Die Mütter und Väter waren immer innerhalb der Familie die Vertreter der Nichtumgebungssprache, denn von ihnen ist, so unsere Hypothese, das Gelingen bzw. Scheitern der zweisprachigen Erziehung primär abhängig. Die untersuchten Eltern leben bzw. lebten vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien. Die Nichtumgebungssprachen waren vornehmlich Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Bulgarisch, Ungarisch und Russisch. Die wissenschaftliche Befragung bezog sich auf die ersten 6 Lebensjahre des Kindes. Dabei konnte es sein, dass der befragte Elternteil ein Kind hatte, dass gerade etwa 6 Jahre alt war oder aber auch schon älter. Wenn das Kind zur Zeit der Befragung älter war, musste sich der Vertreter bzw. die Vertreterin der Nichtumgebungssprache auf die Erziehungsperiode der ersten 6 Jahre zurückerinnern.

Die Befragung und auch die Auswertung erfolgte strikt anonym und es kamen zwei Fragetypen zum Einsatz: die Multiple-Choice-Frage und die offene Frage. Insgesamt wurde vorrangig der deskriptive Ansatz bei der Befragung angewendet. Die Statistiken sind schließend: Es handelt sich hierbei um sogenannte Inferenz-Statistiken, die sich strikt auf die Stichproben beziehen, um oberflächliche Muster zu erkennen. Die ausgewerteten 65 Eltern stellen keinen repräsentativen Charakter dar und sind nicht automatisch verallgemeinerbar, dennoch sind die Ergebnisse bezogen auf die Stichproben sehr interessant. ← 101 | 102 →

8.1 Vorstellung des Fragebogens

Bei der Untersuchung der Vertreter der Nichtumgebungssprache in den binationalen Familien erhielten...

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