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Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind in der zweisprachigen Erziehung

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Demeter Michael Ikonomu

Für Eltern in einer binationalen Familie ist die Vermittlung von Zweisprachigkeit eine besondere Herausforderung. Wie soll eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung aussehen? In dieser Studie werden 65 europäische, zweisprachig erziehende Eltern untersucht, und zwar die Mütter bzw. Väter, die Vertreter der Nichtumgebungssprache sind, also der Sprache, die in dem Land, in dem sie leben, als Fremdsprache gilt. Im Fokus steht die Erziehungsperiode der ersten 6 Lebensjahre der Mädchen und Jungen. Das Erziehungsprinzip OPOL (One Person – One Language) wird bei den Auswertungen besonders berücksichtigt. Im Mittelpunkt der deskriptiven Studie stehen die psychologischen Faktoren, und zwar auf der Grundlage der Erkenntnisse der Bindungstheorie von John Bowlby. Die Studie geht unter anderem auf folgende Fragen ein: Welche Rolle spielen Elemente der Bindungsqualität zwischen Eltern und Kind für eine gelungene Zweisprachigkeit? Haben Faktoren wie die Nähe zum Kind oder die Feinfühligkeit gegenüber dem Kind Auswirkungen auf die zweisprachige Erziehung?
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14. Die Bedeutung psychologischer Faktoren in der zweisprachigen Erziehung

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14.Die Bedeutung psychologischer Faktoren in der zweisprachigen Erziehung

Bei der Auswertung der folgenden Antworten auf die psychologischen Fragen nach der Bindungsqualität zwischen Elternteil und Kind stehen die Mütter und Väter im Mittelpunkt, die ihr Kind erfolgreich zweisprachig oder erfolglos zweisprachig erzogen haben. Es wird versucht werden, zu eruieren, ob sich hinsichtlich der Faktoren der Bindungsqualität Mutter / Kind Unterschiede herauskristallisieren zwischen der Gruppe von Müttern, die das OPOL-Prinzip angewendet haben und der, die auch ohne OPOL ihr Kind mit Erfolg zweisprachig erzogen hat und auch der Gruppe der Mütter, die ihre Kinder ohne Erfolg zweisprachig erzogen haben. Die analysierten Väter werden ebenfalls im Hinblick auf die Faktoren der Bindungsqualität untersucht. Dabei wird die Vaterrolle im explorativen Bereich der Spielfeinfühligkeit besonders behandelt.

Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung können nicht die genauen Bindungsmuster im Eltern-Kind-Verhältnis festgestellt werden (siehe Kapitel 6.2). Das kann im Rahmen der Fragebogenauswertung nicht geleistet werden. Dennoch werden psychologische Elemente aus der Bindungstheorie genauer analysiert und in Zusammenhang mit der erfolgreichen / erfolglosen zweisprachigen Erziehung gesetzt. Dabei steht zum Beispiel die Feinfühligkeit im Mittelpunkt. Je mehr Faktoren dem feinfühligen Erziehungsverhalten zugeschrieben werden können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Mutter oder Vater dem Kind ein sicheres Bindungsverhalten haben angedeihen lassen.

Dass Mütter erfolglos bei den Bemühungen bleiben, ihr Kind zweisprachig zu erziehen, hängt nicht unbedingt von vorneherein ausschließlich von den psychologischen Faktoren ihrer Bindungsqualit...

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