Show Less
Restricted access

Körper – Kultur – Kommunikation - Corps – Culture – Communication

Series:

Edited By Alexander Schwarz, Catalina Schiltknecht and Barbara Wahlen

Mit seinem Körper versucht der Mensch, Gemeinsamkeit mit anderen Menschen herzustellen (Kommunikation) und systemhaft aufrecht zu erhalten (Kultur). Gleichzeitig sind der Körper und seine Eigenarten, wie etwa das Geschlecht oder die Generation, Ergebnisse von Kommunikation in Kultur. Beides ist keine harmonische Wechselwirkung, sondern ein problematischer, ja «skandalöser» Konflikt, den die aus vielen Forschungskulturen, Sprachen und Disziplinen stammenden Beiträge dieses Bandes einerseits historisch dokumentieren und andererseits theoretisch weiter denken. Dabei liegt der Fokus auf dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Europa, als sich die modernen Beziehungsstrukturen noch nicht verfestigt hatten. Die Beiträge gehen auf die gleichnamige Tagung zurück, die im Mai 2013 in Lausanne stattgefunden hat. Sie sind auf Deutsch, Französisch und Englisch verfasst.
Show Summary Details
Restricted access

Die Poetisierung der Brautleute in Epithalamia aus Siebenbürgen: Dana Dogaru

Extract

DANA JANETTA DOGARU (HERMANNSTADT)

Die Poetisierung der Brautleute in Epithalamia aus Siebenbürgen

1.Einleitung

Gelegenheitsgedichte1 haben einen expliziten Adressatenbezug und sind darauf aus, durch Erzeugung poetischer Effekte eine bestimmte anlassbedingte Kommunikationsabsicht zu vermitteln. Die uns in diesem Beitrag beschäftigenden Epithalamia oder Hochzeitsgedichte möchten einem Brautpaar huldigen oder ihm zum freudigen Anlass gratulieren.

Allen Casualschriften gemeinsame Merkmale sind (1.) der Okkasionalitätscharakter, d. h., sie sind aus einem bestimmten Anlass, quasi auf Bestellung, entstanden, (2.) die Adressatenbezogenheit, mit anderen Worten, sie sind stets einer oder mehreren namentlich genannten Personen gewidmet, und (3.) die gesellschaftliche Einbettung, d. h., sie gehören oder vielmehr gehörten in stärkerer oder geringerer Weise zu den Gepflogenheiten des gesellschaftlichen Lebens.2

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.