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Körper – Kultur – Kommunikation - Corps – Culture – Communication

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Edited By Alexander Schwarz, Catalina Schiltknecht and Barbara Wahlen

Mit seinem Körper versucht der Mensch, Gemeinsamkeit mit anderen Menschen herzustellen (Kommunikation) und systemhaft aufrecht zu erhalten (Kultur). Gleichzeitig sind der Körper und seine Eigenarten, wie etwa das Geschlecht oder die Generation, Ergebnisse von Kommunikation in Kultur. Beides ist keine harmonische Wechselwirkung, sondern ein problematischer, ja «skandalöser» Konflikt, den die aus vielen Forschungskulturen, Sprachen und Disziplinen stammenden Beiträge dieses Bandes einerseits historisch dokumentieren und andererseits theoretisch weiter denken. Dabei liegt der Fokus auf dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Europa, als sich die modernen Beziehungsstrukturen noch nicht verfestigt hatten. Die Beiträge gehen auf die gleichnamige Tagung zurück, die im Mai 2013 in Lausanne stattgefunden hat. Sie sind auf Deutsch, Französisch und Englisch verfasst.
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Ist „sprechen“ ein körperlicher Vorgang? – Versuch einer semiotischen Überlegung anhand der Aussagen über die vor dem mittelalterlichen Gericht sprechende Frau in den Dekreten des Krakauer Oberhofs (1456–1504): Krystyna Waligóra

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KRYSTYNA WALIGÓRA (KRAKAU)

Ist „sprechen“ ein körperlicher Vorgang? – Versuch einer semiotischen Überlegung anhand der Aussagen über die vor dem mittelalterlichen Gericht sprechende Frau in den Dekreten des Krakauer Oberhofs (1456–1504)

1.Zur Relation Zeichen – Objekt in historischen Texten: Kenntnis der Objektwelt auf Grund der Erfahrung

Bei der Analyse der Dekrete des Krakauer Oberhofs1 sind Kenntnisse über die juristische Praxis der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Voraussetzung dafür, diese Texte zu verstehen. Doch sind die Dekrete zugleich die einzige Wissensquelle über die juristische Praxis der Zeit. Es ist ein circulus vitiosus.2

Zur Relation zwischen Zeichen und Objekt äußert sich Ch. S. Peirce wie folgt:

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