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Körper – Kultur – Kommunikation - Corps – Culture – Communication

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Edited By Alexander Schwarz, Catalina Schiltknecht and Barbara Wahlen

Mit seinem Körper versucht der Mensch, Gemeinsamkeit mit anderen Menschen herzustellen (Kommunikation) und systemhaft aufrecht zu erhalten (Kultur). Gleichzeitig sind der Körper und seine Eigenarten, wie etwa das Geschlecht oder die Generation, Ergebnisse von Kommunikation in Kultur. Beides ist keine harmonische Wechselwirkung, sondern ein problematischer, ja «skandalöser» Konflikt, den die aus vielen Forschungskulturen, Sprachen und Disziplinen stammenden Beiträge dieses Bandes einerseits historisch dokumentieren und andererseits theoretisch weiter denken. Dabei liegt der Fokus auf dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Europa, als sich die modernen Beziehungsstrukturen noch nicht verfestigt hatten. Die Beiträge gehen auf die gleichnamige Tagung zurück, die im Mai 2013 in Lausanne stattgefunden hat. Sie sind auf Deutsch, Französisch und Englisch verfasst.
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„vnd ʃtarp mít eínē heılıge tode“ Todesanzeigen in Christine Ebners Schwesternporträts: Gisela Brandt

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GISELA BRANDT (BERLIN)

„vnd ʃtarp mít eínē heılıgē tode“ Todesanzeigen in Christine Ebners Schwesternporträts

1. Quellenbasis

Mit meinen Ausführungen beziehe ich mich auf das Christine Ebner zugeschriebene, in den vierziger Jahren des 14. Jahrhunderts gefertigte Engelthaler Schwesternbuch, dem MediävistInnen wie Siegfried Ringler, Ursula Peters, Susanne Bürkle und Johanna Thali auf Grund seiner textuellen Wohlgeformtheit eine Sonderstellung in der zeitgenössischen hagiographisch-historiographischen Literatur einräumen. Von den anderen überlieferten sieben volkssprachlichen Schwesternbüchern, die in der 1. Hälfte des Jahrhunderts in dominikanischen Frauenklöstern entstanden sind, hebt es sich auch durch seine konzeptionelle Geschlossenheit ab. Dieses Konzept skizziert die Verfasserin in der Einleitung zu ihrem Memorial folgendermaßen:

Jch heb eın bu:chlín hıe an ↑ da kúmet māan deʒ Cloʃters ʒe Engeltal anuank vnddıe meníg der genaden gotes dıe er mítden frawen getan hat an dem anuang . vndnv ʃıder ↑ uon der menıg ʃeíner auʒbrechenden tugende dıe als weníg geʃtıllen makals daʒ mer ʃíner auʒ flíʒʒenden kraft . ↑↑ …[CE-T1,1.1 ff.]

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