Show Less
Restricted access

Körper – Kultur – Kommunikation - Corps – Culture – Communication

Series:

Edited By Alexander Schwarz, Catalina Schiltknecht and Barbara Wahlen

Mit seinem Körper versucht der Mensch, Gemeinsamkeit mit anderen Menschen herzustellen (Kommunikation) und systemhaft aufrecht zu erhalten (Kultur). Gleichzeitig sind der Körper und seine Eigenarten, wie etwa das Geschlecht oder die Generation, Ergebnisse von Kommunikation in Kultur. Beides ist keine harmonische Wechselwirkung, sondern ein problematischer, ja «skandalöser» Konflikt, den die aus vielen Forschungskulturen, Sprachen und Disziplinen stammenden Beiträge dieses Bandes einerseits historisch dokumentieren und andererseits theoretisch weiter denken. Dabei liegt der Fokus auf dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit in Europa, als sich die modernen Beziehungsstrukturen noch nicht verfestigt hatten. Die Beiträge gehen auf die gleichnamige Tagung zurück, die im Mai 2013 in Lausanne stattgefunden hat. Sie sind auf Deutsch, Französisch und Englisch verfasst.
Show Summary Details
Restricted access

Hans Sachs bei Richard Wagner: Christine Pezold, Klaus Pezold

Extract

CHRISTINE PEZOLD und KLAUS PEZOLD (LEIPZIG)

Hans Sachs bei Richard Wagner

Woher bezieht heute ein kulturell interessierter Nicht-Germanist sein Bild des bedeutenden frühneuhochdeutschen Dichters Hans Sachs? Im günstigsten Fall ist er ihm in seiner Schulzeit nahegebracht worden, und eventuell hat ihn dies auch später noch zur Lektüre der Fastnachtspiele, Schwänke und Spruchdichtungen des Nürnbergers angeregt. Doch dürfte man kaum mit der Annahme fehl gehen, dass ein weitaus größerer Teil des Publikums, wenn der Namen Hans Sachs fällt, vor allem an das Erlebnis der Oper Die Meistersinger von Nürnberg denken wird. Es gibt jedenfalls kaum ein größeres Opernhaus, das in den letzten Jahren Richard Wagners „Meistersinger“ nicht gespielt hat bzw. sie 2013, im Jahr seines 200. Geburtstages, nicht spielen wird. Die Deutsche und die Komische Oper Berlin, das Opernhaus Zürich, die Hamburger und die Wiener Staatsoper, die Opern Hannover und Frankfurt am Main, natürlich auch das Staatstheater Nürnberg und die Oper Leipzig, dazu die Salzburger Festspiele 2013 – diese Aufzählung, die sich auf den deutschen Sprachraum beschränkt und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, lässt ahnen, wie beliebt die große komische Oper Wagners heutzutage trotz aller Debatten um ihren Missbrauch im Dritten Reich bei den Opernmachern und Opernbesuchern ist. Und jedesmal wird – neben allen anderen Wirkungen, die die jeweilige Aufführung hat – das Interesse der Teilnehmer über die im Zentrum stehende Bühnen-figur auch auf den historischen Hans Sachs gelenkt....

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.