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Im Nadelkorsett auf Tournee – Metaphern-Akkommodation im Therapiegespräch

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Sarah King

Das Thema dieser Arbeit ist die Angleichung oder Nichtangleichung (Akkommodation) verbaler und gestischer Metaphern zwischen Patient und Therapeut in der Psychotherapie. Den theoretischen Ausgangspunkt bildet ein kognitiv-linguistischer Ansatz: Unsere Wahrnehmung von der Welt, wie wir denken und handeln, wie wir uns auf andere beziehen oder uns anderen gegenüber ausdrücken – das alles beruht auf metaphorischen Konzepten. Die Autorin stellt vorerst die theoretischen Grundlagen vor und wendet die Theorie schliesslich praktisch an, indem sie ein Fallbeispiel gesprächsanalytisch untersucht. Als Fallbeispiel dient die Langzeitpsychotherapie einer Patientin mit einer Borderline-Problematik. Sechs audiovisuell aufgezeichnete Therapiestunden aus dem Beginn, dem mittleren Teil und dem Ende der Therapie werden im vorliegenden Band metaphernanalytisch untersucht. Zusätzlich führt die Autorin bei einzelnen auffälligen Sequenzen eine gestische Metaphernanalyse durch. Die Arbeit liefert einen Beitrag an die Grundlagen- und interdisziplinäre Forschung.
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1. Einleitung: Metaphern-Akkommodation im Therapiegespräch

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Das Thema der vorliegenden Arbeit ist die Angleichung oder Nichtangleichung (Akkommodation) verbaler und gestischer Metaphern zwischen Patient3 und Therapeut in der Langzeitpsychotherapie. Das Phänomen der Akkommodation von Metaphern lässt sich bei jeder Form von Interaktion feststellen: in alltäglicher wie fachspezifischer Kommunikation, in Ausbildungs- und Berufsfeldern, im Privaten wie in der Öffentlichkeit. Für die vorliegende Arbeit wurde aus all diesen möglichen Interaktionsformen die Psychotherapie als Handlungsfeld und Untersuchungskontext ausgewählt, weil in ihrem Rahmen offensichtlicher als in anderen Bereichen Gefühle und Emotionen zur Sprache kommen, was wiederum die Verwendung einer metaphernreichen Sprache der Akteure erwarten lässt.

Die folgende Einleitung umreisst die Relevanz dieses Themas (1.1) und erläutert den Zusammenhang von Therapie, Metapher, Gestik und Akkommodation. Anschliessend werden Ziel (1.2), Fragestellung (1.3) und Aufbau (1.4) der Studie abgesteckt. Dabei stehen Leitfragen im Vordergrund, welche die Autorin zur Einrichtung der Untersuchung motiviert haben.

1.1 Relevanz: Metaphern als Marker von seelischen und therapeutischen Prozessen

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