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Im Nadelkorsett auf Tournee – Metaphern-Akkommodation im Therapiegespräch

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Sarah King

Das Thema dieser Arbeit ist die Angleichung oder Nichtangleichung (Akkommodation) verbaler und gestischer Metaphern zwischen Patient und Therapeut in der Psychotherapie. Den theoretischen Ausgangspunkt bildet ein kognitiv-linguistischer Ansatz: Unsere Wahrnehmung von der Welt, wie wir denken und handeln, wie wir uns auf andere beziehen oder uns anderen gegenüber ausdrücken – das alles beruht auf metaphorischen Konzepten. Die Autorin stellt vorerst die theoretischen Grundlagen vor und wendet die Theorie schliesslich praktisch an, indem sie ein Fallbeispiel gesprächsanalytisch untersucht. Als Fallbeispiel dient die Langzeitpsychotherapie einer Patientin mit einer Borderline-Problematik. Sechs audiovisuell aufgezeichnete Therapiestunden aus dem Beginn, dem mittleren Teil und dem Ende der Therapie werden im vorliegenden Band metaphernanalytisch untersucht. Zusätzlich führt die Autorin bei einzelnen auffälligen Sequenzen eine gestische Metaphernanalyse durch. Die Arbeit liefert einen Beitrag an die Grundlagen- und interdisziplinäre Forschung.
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Danksagung

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Es ist naheliegend, ein Vorwort zu einem Buch über Metaphern mit einer Metapher zu eröffnen. Zum Beispiel mit einem Satz wie diesem: „Der Weg zu dieser Publikation führte durch Steppenlandschaften, Sümpfe und Oasen.“ Ein solcher Satz würde das Augenmerk auf Metaphern richten, die gemeinhin als Metapher erkannt und verstanden werden – auf die auffälligen Metaphern. Häufiger aber bestimmen unauffällige Metaphern unsere Kommunikation. Sie sind in unserem Denken und alltäglichen Sprachgebrauch so stark verankert, dass sie übersehen werden können, so das dritte Wort im ersten Satz dieses Vorworts. „Naheliegend“ wird in diesem Kontext nicht im Sinne eines räumlichen Distanzverhältnisses verstanden und doch verdeutlicht das Wissen über räumliche Distanz, was mit „naheliegend“ hier gemeint ist: Was nahe liegt, ist zum Beispiel schneller erreichbar.

Nicht alles, was in den nachfolgenden Kapiteln beschrieben wird, war naheliegend, und manches hätte ich ohne die Unterstützung Dritter nicht schreiben können. Ich danke meinem Betreuer Iwar Werlen, der mich in der Themenwahl bestärkte und mir freie Hand liess bei der Gestaltung einer interdisziplinär angelegten Dissertation. Mit seinem Fachwissen, seiner Wertschätzung und mit seinem offenen und dennoch kritischen Blick führte er mir die Bedeutung des Begriffs „Doktorvater“ in Person vor Augen. Ich danke auch Doris Eckstein, die mit mir eine Brücke schlug zwischen Linguistik und Psychologie und die mich in die experimentelle Methodik einführte. Der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Bern, insbesondere...

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