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Geschichte(n) fiktional und faktual

Literarische und diskursive Erinnerungen im 20. und 21. Jahrhundert

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Barbara Beßlich and Ekkehard Felder

Die Beiträge des Bandes gehen auf eine Tagung in Budapest zurück, die im September 2014 stattgefunden hat. Gemeinsames, erkenntnisleitendes Thema ist die Frage nach «Sprachlichen Konstruktionen von Geschichte zwischen Faktualität und Fiktionalität» mit besonderem Blick auf Umbruchs- und Krisenzeiten. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge analysieren und interpretieren Texte vom frühen 20. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert, in denen künstlerische, politische, ideologische und gesellschaftliche Krisenzeiten thematisiert werden.
In den linguistischen Beiträgen geht es um gemeinsame Geschichte und ihre Konstruktion im Spiegel von Diskursen. Korpuslinguistische und diskursanalytische Ansätze stehen im Vordergrund. Von besonderer Bedeutung ist in zahlreichen Beiträgen das sogenannte Budapester Korpus. Dabei handelt es sich um ein deutsch-ungarisches thematisches Textkorpus, das im Rahmen einer vom DAAD-geförderten Partnerschaft zwischen Budapest und Heidelberg entstand. Es zeigt die verschiedenen Perspektiven, die in beiden Länder zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte sprachlich konstruiert werden. An diesem Korpus werden diskursanalytische und grammatische Fragestellungen im Sprachvergleich untersucht.
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Vorwort der Herausgeber

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Zwischen der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der ­Eötvös-Loránd-Universität Budapest (ELTE) besteht seit 1982 eine Hochschulpartnerschaft, in deren Rahmen in den letzten Jahrzehnten ein reger und fruchtbarer wissenschaftlicher Austausch stattgefunden hat. Auf der Ebene der Germanistischen Seminare beider Universitäten wird seit 2012 eine Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Beteiligt sind an dieser Partnerschaft die linguistischen und literaturwissenschaftlichen Abteilungen beider Institute, die auf deutscher Seite von Ekkehard Felder und Barbara Beßlich sowie auf ungarischer Seite von Erzsébet Knipf und Magdolna Orosz vertreten sind. Das leitende Oberthema der GIP „Sprachliche Konstruktionen von Geschichte zwischen Faktualität und Fiktionalität“ ist aus den Forschungsschwerpunkten der beteiligten Wissenschaftler entstanden und spiegelt nicht zuletzt deren gemeinsame Forschungsinteressen wider.

Neben Lehr- und Forschungsaufenthalten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Institute an der Partneruniversität konnten zahlreiche ungarische Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der GIP nach Heidelberg kommen und hier Einblick in die akademische Kultur und Praxis gewinnen sowie ihre eigenen Arbeiten und Projekte vorstellen und voranbringen. In den zurückliegenden Jahren wurden von linguistischer und literaturwissenschaftlicher Seite zahlreiche Arbeitstreffen, Workshops und Tagungen veranstaltet und es fand eine kontinuierliche Betreuung von ungarischen Studierenden, Doktorandinnen und Doktoranden statt. Das Oberthema der GIP war auch maßgeblich für die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes. Er bündelt die einzelnen Erkenntnisse der gemeinsamen Forschung und führt die verschiedenen Ansätze auf deutscher und ungarischer sowie linguistischer und literaturwissenschaftlicher Seite zusammen.

Die...

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