Show Less
Restricted access

Geschichte(n) fiktional und faktual

Literarische und diskursive Erinnerungen im 20. und 21. Jahrhundert

Series:

Barbara Beßlich and Ekkehard Felder

Die Beiträge des Bandes gehen auf eine Tagung in Budapest zurück, die im September 2014 stattgefunden hat. Gemeinsames, erkenntnisleitendes Thema ist die Frage nach «Sprachlichen Konstruktionen von Geschichte zwischen Faktualität und Fiktionalität» mit besonderem Blick auf Umbruchs- und Krisenzeiten. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge analysieren und interpretieren Texte vom frühen 20. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert, in denen künstlerische, politische, ideologische und gesellschaftliche Krisenzeiten thematisiert werden.
In den linguistischen Beiträgen geht es um gemeinsame Geschichte und ihre Konstruktion im Spiegel von Diskursen. Korpuslinguistische und diskursanalytische Ansätze stehen im Vordergrund. Von besonderer Bedeutung ist in zahlreichen Beiträgen das sogenannte Budapester Korpus. Dabei handelt es sich um ein deutsch-ungarisches thematisches Textkorpus, das im Rahmen einer vom DAAD-geförderten Partnerschaft zwischen Budapest und Heidelberg entstand. Es zeigt die verschiedenen Perspektiven, die in beiden Länder zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte sprachlich konstruiert werden. An diesem Korpus werden diskursanalytische und grammatische Fragestellungen im Sprachvergleich untersucht.
Show Summary Details
Restricted access

Konzepte der Wahrscheinlichkeit, der Vermutung und des Zweifels im deutsch-ungarischen Vergleichskorpus „EU-Beitritt Ungarns“

Extract

← 306 | 307 →ATTILA PÉTERI

Konzepte der Wahrscheinlichkeit, der Vermutung und des Zweifels im deutsch-ungarischen Vergleichskorpus „EU-Beitritt Ungarns“1

Abstract: Auf Grundlage des Teilkorpus „EU-Beitritt Ungarns“ wird im vorliegenden Beitrag untersucht, inwiefern Konzepte der epistemischen Annahme mit der Themenwahl in der deutschen und der ungarischen Presse zusammenhängen. Als primäre formale Träger der untersuchten epistemischen Konzepte gelten die Satzadverbien wahrscheinlich, womöglich/möglicherweise, vermutlich, vielleicht und kaum sowie ihre ungarischen Äquivalente. Es stellt sich jedoch heraus, dass diese Konzepte nicht allein mit diesen Satzadverbien ausgedrückt werden, sondern mit einer komplexen Kombination verschiedener anderer epistemischer Ausdrücke bzw. stilistischer und rhetorischer Mittel. Die Untersuchung zeigt, dass die mehr oder weniger regelmäßige Zuordnung der Konzepte der epistemischen Annahme und der einzelnen Themen im deutschen und im ungarischen Teilkorpus neben Ähnlichkeiten auch interessante Unterschiede aufweist, die weitgehende kulturgeschichtliche Konsequenzen haben.

Keywords: Diskursmodalität, Epistemik, epistemische Konzepte, modale Ausdrücke, Satzadverbien

0. Einleitung

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.