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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXVII. Jahrgang / 2015

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Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält elf Vorträge, die während der Tagung zum Thema Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld Mitte Juni 2015 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Sieben weitere Beiträge ergänzen das neue Jahrbuch. Die Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» bietet Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu anderen Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.
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Bericht über die Tagung „Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld“, 11.–12. Juni 2015 in Oberkirch und Renchen

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Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltete vom 11. bis zum 12. Juni 2015 in Oberkirch und Renchen eine Tagung zum Thema „Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld“. Nach einem Grußwort von Christoph Lipps, Bürgermeister der Stadt Oberkirch, wurde die Tagung vom Präsidenten der Grimmelshausen-Gesellschaft eröffnet.

Den Eröffnungsvortrag hielt Dieter Breuer (Aachen), Ehrenpräsident der Grimmelshausen-Gesellschaft, der sich unter Rückgriff auf unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Grimmelshausen-Forschung den vergeblichen Bekehrungsversuchen im Springinsfeld zuwandte und auf religiöse Dimensionen – vor allem die Gnadenlehren des Augustinus und Cornelius Jansenius – rekurrierte. Es folgten mehrere Vorträge, die Erzählstrukturen in den Blick nahmen. Rosmarie Zeller (Basel) widmete sich den „sinnreichen“ Verwirrspielen von Erzähler- und Autorfiktionen in den simplicianischen Romanen vor dem erhellenden Traditionshintergrund der Picaro-Romane. Maximilian Bergengruen (Karlsruhe) verfolgte unter dem Aspekt von Zählen und Erzählen die Geschichte der 200 Dukaten im achten Buch des simplicianischen Zyklus und deckte die wichtige Rolle des Geld-Motivs und der avaritia-Problematik für den Erzählkonnex auf. Dabei wies er auf die Rezeption der Ethik von Franz von Sales, wie er sie in Philothea entfaltet hat, im Werk Grimmelshausens hin. Im Zusammenhang mit der vielstimmigen Narrativik stellte Martin Helbig (Freiburg i. Br.) die Bedeutung und Funktion von point of view und Erzählperspektive im Springinsfeld heraus. Nicola Kaminski (Bochum) ging der Frage „Wer ist Philarchus Grossus?“ nach und setzte sich mit simplicianischem „Autorschaftsmachinationen“ im narrativen Hintergrund auseinander. Zum Rahmenprogramm gehörte am Abend ein Rundgang durch die Kellerei der Winzergenossenschaft Oberkirch...

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