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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Jana Maroszová: „Denn die Zeit ist nahe“. Eschatologie in Grimmelshausens Simplicianischen Schriften: Zeit und Figuren der Offenbarung. (Guillaume van Gemert)

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Jana Maroszová: „Denn die Zeit ist nahe“. Eschatologie in Grimmelshausens Simplicianischen Schriften: Zeit und Figuren der Offenbarung. Bern, Berlin, Brüssel, Frankfurt a. M., New York, Oxford, Wien: Peter Lang 2012 (Beihefte zu Simpliciana 8), 368 S.

Bücher, die mehr bieten, als der Titel zu versprechen scheint, dürften eher die Ausnahme als die Regel sein. Die vorliegende Untersuchung zählt zweifellos in diese schmale Kategorie, die Überraschungen bereithält. Der einigermaßen verrätselte Titel lässt vermuten, dass vor allem Eschatologisches als Motivfeld in der ganzen Vielfalt, wie es im Simplicianischen Zyklus in Erscheinung tritt, im Mittelpunkt stünde. Das trifft jedoch nur bedingt zu. Vielmehr durchzieht die Untersuchung eine grundlegende Zweiteilung in einerseits die Erscheinungsformen der dargestellten Zeit in den Simplicianischen Schriften und andererseits „die Figur der Parusie am Ende der Zeiten“ (S. 332), die sich bei Grimmelshausen unter dem Motto vom betrüglichen Wahn an Gestalten und Geschehnissen festmachen ließe, in denen die eschatologische Relevanz der Wahrnehmung zum Tragen käme. Beide Bereiche verbindet die grundlegende These, dass „in der Frühen Neuzeit […] sich die Eschatologie nicht nur auf die Theologie beschränkte, sondern zum allgemeinen Deutungsrahmen gehörte“ (S. 13). Aus dieser Perspektive habe die Literatur der Zeit, und erst recht die damalige menippeische Satire, zu deren Tradition Grimmelshausen sich bekanntlich bekennt, in erster Linie der ‚Erbauung‘ gedient, so die Verfasserin, womit sie am Ende wohl meint, dass es sich bei solchen Schriften letztendlich um geistliches Anweisungsschrifttum handelt. Bei ihrem ausgepr...

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