Show Less
Restricted access

Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

Series:

In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
Show Summary Details
Restricted access

Werner Besch: Grimmelshausens „Simplicissimus“. Das zweite Leben eines Klassikers. (Torsten Menkhaus)

Extract

Werner Besch: Grimmelshausens „Simplicissimus“. Das zweite Leben eines Klassikers. Paderborn: Schöningh 2012. 52 S.

Der Bonner Emeritus Werner Besch befasst sich in Grimmelshausens „Simplicissimus“. Das zweite Leben eines Klassikers als Dialektologe sprachwissenschaftlich mit Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch und entwirft in seiner Analyse die Vorteile der neuen Übertragung durch Reinhard Kaiser: Durch diese neue Übertragung in das Gegenwartsdeutsch sei der Klassiker für ein breites Publikum allererst wieder lesbar geworden. Der Sprachwissenschaftler geht ergänzend und bündig auf die Editions- bzw. Rezeptionsgeschichte ein, um Gründe zu präsentieren, warum nach landläufiger Meinung die Lektüre von Kaisers Übertragung für den heutigen Leser Sinn macht. Anschließend trägt er eine kurze Einführung in die sprachgeschichtliche Entwicklung der verschiedenen Grimmelshausen-Ausgaben vor; so sei bereits der erste Raubdruck durch Georg Müller (Frankfurt a. M. 1669) als „neueingerichtet und vielverbessert“ angekündigt worden. Besch weist auf zahlreiche Änderungen, Eingriffe und Korrekturen hin. Diese „Modernisierung“ des Grimmelshausen-Textes durch den Raubdruck wirkte sich in Orthografie, Flexion und Wortschatz aus.

Der Verfasser untersucht exemplarisch an den ersten 20. Kapiteln des 1. Buches den Fremdwortgebrauch im Originaldruck. Vergleichend führt er die jeweiligen Sprachverwendungen in der Neuübertragung des Jahres 2009 durch Kaiser an. Er hält zusätzlich eine alphabetische Liste mit Beispielen für den oberdeutschen Wortschatz Grimmelshausens vor. In eben diesem (oberdeutschen) Wortschatz Grimmelshausens sieht Werner Besch den essentiell-sprachhistorischen Grund dafür, dass der Roman über die Jahrhunderte „wider Erwarten so schnell in Vergessenheit geriet...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.