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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Bodo Gotzkowsky: Die Buchholzschnitte Hans Brosamers in naturwissenschaftlichen, humanistischen und satirischen Drucken des 16. Jahrhunderts. (Klaus Haberkamm)

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Bodo Gotzkowsky: Die Buchholzschnitte Hans Brosamers in naturwissenschaftlichen, humanistischen und satirischen Drucken des 16. Jahrhunderts. Ein bibliographisches Verzeichnis ihrer Verwendungen. Baden-Baden: Verlag Valentin Koerner 2012 (Studien zur deutschen Kunstgeschichte 324). 398 S., 410 Abb.

Der heute wohl allenfalls Spezialisten der Kunst- bzw. Religionsgeschichte bekannte Kupferstecher, Holzschneider, Maler und Illustrator der nach ihm benannten dreiteiligen Oktavbibel Hans Brosamer (1495–1554) hat einen erheblichen Beitrag zur Kulturgeschichte der Renaissance und speziell der Reformationszeit geleistet und ist – wie der obige Buchtitel ausweist – auch für den Literaturwissenschaftler der Frühen Neuzeit von Interesse. Wer beispielsweise für die Abkehr von vermeintlich ‚überforschten‘ Gegenständen jener Epoche zugunsten der Naturwissenschaften als literarischen Sujets plädiert (mögen sich jene historisch auch selbst für Naturwissenschaften halten), verfügt mit dem erkenntnisverstärkenden Bildmaterial dieses Künstlers und den dazugehörigen Texten über ein einschlägiges Reservoir. Speziell dürfte Brosamers fachmännische Wiedergabe astronomischer Instrumente und anderer technischer Apparaturen die Aufmerksamkeit einer bestimmten Richtung der kulturgeschichtlichen Barock-Forschung, nicht zuletzt zu Grimmelshausen, finden. Auch liefern die vielfach aufgelegten fünf Frankfurter „Volksbücher“, für die Brosamer Holzschnittfolgen anfertigte, darunter die Fortunatus- (1549) und die Melusine-Ausgabe (1554), generelle Indizien für eine Fortwirkung bis ins 17. Jahrhundert.

Der qualitativ beachtliche, von Albrecht Dürer beeinflusste Kleinmeister, der dem Wittenberger Kreis um Lucas Cranach d. Ä. zuzurechnen ist und dessen aktivste Periode als Buchillustrator in die Jahre 1528 bis 1554 fällt, hat in diesen knapp drei Jahrzehnten nicht weniger als 1234 Buchholzschnitte...

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