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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Hans Christoph Fuchs: Der Mückenkrieg (1600). Ein frühneuzeitliches Tierepos. Hrsg. und mit einem Kommentar von Sabine Schu. (Michael Schilling)

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Hans Christoph Fuchs: Der Mückenkrieg (1600). Ein frühneuzeitliches Tierepos. Hrsg. und mit einem Kommentar von Sabine Schu. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2012. 518 S.

Mit Johann Fischarts FlöhHaz (hrsg. von Alois M. Haas, 1967) und Georg Rollenhagens Froschmeuseler (hrsg. von Dietmar Peil, 1989) liegen zwei deutschsprachige Kleintier-Epen in modernen, kommentierten Ausgaben vor. Der dritte einschlägige Text dieses Genres, der Mückenkrieg des Amberger Vogtes Hans Christoph Fuchs, war bislang nur in Friedrich Wilhelm Genthes Ausgabe von 1833 greifbar. Es ist daher sehr willkommen, dass Sabine Schu das in der Tradition der ps.-homerischen Batrachomyomachia stehende Tierepos in einer Neuausgabe zugänglich macht.

Die Ausgabe beginnt mit einleitenden Bemerkungen über die Prinzipien der Texteinrichtung, zur Vita des Autors,1 zur Überlieferung des Textes und zur schmalen Geschichte seiner wissenschaftlichen Erforschung. Es schließt sich der Abdruck des Textes nach der ältesten erhaltenen Überlieferung von 1600 an. Der Apparat verzeichnet sämtliche (also auch orthographische) Varianten der von Balthasar Schnurr von Lensidel herausgegebenen und bearbeiteten Fassung von 1612 und des Abdrucks dieser Fassung in Huldrich Wolgemuths Fabelkompilation von 1623. Ferner werden die von den Bearbeitern hinzugefügten Texte, also die Glossen Schnurrs und die einer Fabel von Burkard Waldis entnommene Clagrede vom eigen Nutz bei Wolgemuth, zum Abdruck gebracht. Eine auf die Prooemien der drei Bücher des Mückenkriegs beschränkte Stichprobe hat die Textwiedergabe als zuverlässig erwiesen.2 Ob Schnurrs Fassung nur als Rezeptionszeugnis anzusehen ist, wie die Herausgeberin meint, oder...

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