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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Catharina Banneck: Georg Philipp Harsdörffers „Specimen Philologiae Germanicae“. Strategien zur Profilierung des Deutschen im 17. Jahrhundert. (Jürgen Macha)

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Catharina Banneck: Georg Philipp Harsdörffers „Specimen Philologiae Germanicae“. Strategien zur Profilierung des Deutschen im 17. Jahrhundert. Berlin: Weidler 2012 (Germanistische Arbeiten zur Sprachgeschichte 18). 442 S., zahlr. Ill.

Bei der zu besprechenden Untersuchung handelt es sich um eine Dissertation, die an der Universität Kiel im Wintersemester 2011/2012 angenommen wurde. Inhaltlich entstammt sie dem Umfeld einer sprachhistorischen Barockforschung, wie sie in den letzten Jahren u. a. von Markus Hundt (Kiel) initiiert und vorangetrieben worden ist. Dessen umfassende Monographie zu wichtigen Protagonisten der Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts und ihrer jeweiligen sprachbezogenen Programmatik / Praxis gehört zweifellos zu den geistigen Nährböden der Studie.1 Catharina Banneck legt nun eine ‚Tiefenbohrung‘ zu einem der sperrigsten Texte vor, die zu Sprachreflexion und Sprachtheorie in der Frühen Neuzeit verfasst worden sind: Das Specimen philologiae germanicae (SPG) von Georg Philipp Harsdörffer, entstanden 1646, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Dieses in lateinischer Sprache geschriebene und von gelehrter Intertextualität strotzende Opus wird für eine breitere Leserschaft zugänglich gemacht, indem die zugrunde liegenden Strukturen offen gelegt und kommentiert werden. Die Verfasserin intendiert damit zugleich eine philologische Ehrenrettung des Werks, dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Seiten Hermann Pauls und Karl Goedekes durchaus kritisch begegnet wurde (vgl. S. 43, dazu Anm. 80 und 81).

Das SPG gliedert sich inhaltlich in zwölf Untersuchungen (disquisitiones), die der Verfasserin unterschiedlich relevant erscheinen und von ihr deshalb in acht Themenfelder gebündelt werden. Im Einzelnen mag man auch andere Auswahlen...

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