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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Irmgard Scheitler: Schauspielmusik. Funktion und Ästhetik im deutschsprachigen Drama der Frühen Neuzeit. Bd. 1. Materialteil. (Dirk Niefanger)

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Irmgard Scheitler: Schauspielmusik. Funktion und Ästhetik im deutschsprachigen Drama der Frühen Neuzeit. Bd. 1. Materialteil. Tutzing: Hans Schneider 2013. 1099 S.

Das sehr umfangreiche Repertorium zur deutschen Schauspielmusik der Frühen Neuzeit (1500 bis 1700) schließt eine Forschungslücke, indem es am konkreten Material zeigt, welch hohen Anteil tatsächlich die Musik bei Aufführungen des so genannten Sprechtheaters der Zeit hatte. Es dokumentiert umfassend die – freilich je nach Untergattung und Vorliebe der Autoren oder Auftraggeber unterschiedlich intensive – Präsenz von Musik (Liedeinlagen, Chorpartien, Zwischenaktmusik, Reyen usw.) in Schauspielen des 16. und 17. Jahrhunderts. Die behandelten Stücke sind in deutscher, auch ober- und niederdeutscher Sprache sowie in Latein abgefasst, wenn die Dramen deutsche Anteile haben. Ein vielleicht doch überraschendes Fazit der Bestandsaufnahme findet sich gleich zu Beginn der sehr knappen Einleitung: Irmgard Scheitler nimmt an, „dass im Theater nahezu immer musiziert wurde.“ (IX) Auch wenn mir ein wirklicher Nachweis dieser These prinzipiell unmöglich scheint und auch mit dem vorliegenden Repertorium wohl nicht geleistet werden kann, sollte den Frühneuzeitwissenschaftler das vorliegende Buch unbedingt dazu bringen, musikalische Elemente in Schauspielen (aber auch in anderen Kunstformen) stärker zu beachten und eigene, modern gedachte Trennungen von Musiktheater und Schauspiel für die Frühe Neuzeit kritisch zu überdenken.

In das Repertorium nicht aufgenommen wurden u. a. theatrale Formen des barocken Festes, wenn sie nicht den für heutige Vorstellungen typischen Charakter eines Schauspiels hatten (Trionfi, Maskeraden, Pferdeballette, Prozessionen, Gregoriusfeiern usw.), Dialoge und Gespräche,...

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