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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Walter Ernst Schäfer verstorben – Ein Nachruf: Wilhelm Kühlmann

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Walter Ernst Schäfer verstorben – Ein Nachruf

Am 1. Januar 2014 verstarb nach einer schweren Herzoperation im Alter von 85 Jahren Prof. Dr. Walter Ernst Schäfer, der Nestor der Oberrheinforschung und mehrere Jahre Vorstandsmitglied der Grimmelshausen-Gesellschaft. Seit geraumer Zeit hatte er mit Krankheiten zu kämpfen, doch bis zum Schluß setzte er die Reihe seiner Beiträge fort, mit denen er so dicht, so sachkundig und so kontinuierlich wie kaum ein Zweiter die Literaturgeschichte des deutschen Südwestens unter Einschluß des alten Elsaß erforschte. Er wurde geboren und starb in Karlsruhe, doch sein Herz hing an der Landschaft der Ortenau, zumal an dem Örtchen Nonnenweiher, wo seine Familie einst Fischereirechte und Ländereien jenseits des Rheins besaß.

Das Schicksal meinte es zunächst nicht gut mit ihm. Noch von der Schulbank aus wurde er an die Ostfront geschickt und im April 1945 bei den Kämpfen vor Berlin schwer verwundet. Dabei verlor er einen Arm. Seine scharf geschnittene politische Haltung als Pazifist und Rüstungsgegner hatte mit diesen Erfahrungen zu tun, wohl auch seine Hinwendung zur Satire als Genre der sozialen Kritik. Nach dem Abitur studierte er in Bonn Germanistik, Romanistik und Geschichte, unterbrochen durch ein unvergeßliches Stipendium in Aix-en-Provence, in einer Landschaft, in die er später noch einmal als stellvertretender Leiter des Goethe-Instituts von Marseille (1962–1964) zurückkehrte. Frankophil blieb er sein Leben lang. Bei Günther Weydt promovierte er sich 1957 mit einer Dissertation über Grimmelshausens heroisch-galante Romane. Bis 1966...

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