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Sprachbasierte Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen

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Edited By Franc Wagner and Ulla Kleinberger

Wie unterscheidet sich die Nutzung neuer Medien bei Kindern und Jugendlichen von derjenigen bei Erwachsenen?
Im vorliegenden Band wird diese Frage aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Im ersten Teil steht die theoretische Beschreibung der Kompetenzen im Zentrum, über welche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verfügen sollten, wenn sie erfolgreich an der medialen Kommunikation teilhaben wollen. Im zweiten Teil finden sich Kompetenz-Analysen zu Texten aus unterschiedlichen Kommunikationsformen der neuen Medien. Die empirischen Analysen umfassen das Schreiben aller Altersstufen junger NutzerInnen: Texte von Vorschul- und Grundschulkindern, von Studierenden unterschiedlicher Semester, aber auch Texte von gemischten Altersgruppen. Die Beiträge des Bandes erfassen ein breites Spektrum der aktuellen medialen Kommunikation. Sie eröffnen einen breit gefächerten Einblick in die Thematik und geben fundierte Antworten auf die gestellte Frage.
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Medienkompetenz von Vorschulkindern und jungen Schulkindern: Ulla Kleinberger

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ULLA KLEINBERGER

Medienerfahrene Vorschulkinder eignen sich vielfach ungesteuert eine Medienkompetenz an, die neben semiotischer und kombinatorischer Interpretationsfähigkeit sowohl Lese- als auch Schreibfähigkeiten inkludiert. Anhand exemplarischer Beispiele wird illustriert, was Vorschulkinder für sprachliche Ressourcen aufbauen, damit sie medial teilhaben können. Die – schulische – Didaktik macht sich dieses Potenzial noch wenig nutze.

Kinder wachsen gegenwärtig im Allgemeinen in einer stark von Medien geprägten Umgebung auf, wobei sie sich heute teilweise schon im Vorschulalter intensiv mit Medien und deren – sprachlichen – Handhabung auseinandersetzen. Dabei nehmen sie nicht nur als KonsumentInnen einzelner Seiten, Formate und Spiele teil, sondern vermehrt als aktive TeilnehmerInnen verschiedener dialogischer Diskursformen. Die eher passive, konsumierende Haltung der Kinder bei traditionellen Medien, so beim Hören einer Geschichte ab Konserve oder beim Schauen einer Fernsehsendung, wird durch eine aktive Teilnahme an der Ausgestaltung der Mediennutzung erweitert. Dabei variiere, laut Paus-Hasebrink/Bichler/Wijnen (2007: 7) und Rippstein (2011: 2), das Medienerziehungsverhalten der Erziehungsberechtigten stark, insbesondere Eltern aus sozial benachteiligten Familien folgten offenbar einem weniger etablierten und konsequenten Medienerziehungsverhalten als Eltern in bildungsnahen Haushalten, ← 27 | 28 → so dass nur eine mangelhafte Vermittlung eines kompetenten Medienumgangs stattfände und es zu „Zugangsklüften“ käme.

Zugangsklüfte bei den neuen Medien (digital divide) können dazu führen, dass sich Heranwachsende die Kulturtechniken, welche in einer Mediengesellschaft erworben werden sollten (Entwicklungsaufgabe) nicht erschließen können oder dass sie wegen Nutzungsklüften Nachteile erwerben.

(Süss/Lampert/Wijnen 2010: 45)

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