Show Less
Restricted access

Studien zur «Biblia pauperum»

Series:

Hanna Wimmer, Malena Ratzke and Bruno Reudenbach

Die Handschriften der um die Mitte des 13. Jahrhunderts entstandenen Bibelbearbeitung, die als Biblia pauperum bezeichnet wird, enthalten nicht einen fortlaufenden Text, sondern eine Folge von Bildern alt- und neutestamentlicher Ereignisse, die mit biblischen und exegetischen Texten kombiniert sind. Die «Studien zur Biblia pauperum» befassen sich mit dem allgemeinen Anlagekonzept dieser typologisch angelegten Folge, vor allem aber mit einer Analyse der Seitendispositionen und der damit immer wieder neu organisierten Anordnung von Bildern und Texten sowie mit der exemplarisch an einer Handschrift untersuchten Praxis des Umschreibens und Weiterbearbeitens der Texte. Die damit vorgeführte Vielfalt an Erscheinungsformen und das darin erkennbare kreative Potenzial verbieten es, die Geschichte der Biblia pauperum wie bisher als Abkehr von einem verbindlichen Ursprungskonzept und als Verfallsgeschichte zu lesen. Vielmehr wird in diesen Studien die handschriftliche Überlieferungsgeschichte als ein dynamischer Prozess permanenter Neugestaltung und -interpretation erkennbar.
Show Summary Details
Restricted access

Vorbemerkung

Extract



Mit den hier vorgelegten Studien werden erste Ergebnisse des Forschungsprojektes »Biblia Pauperum-Handschriften. Die Neustrukturierung von Bibel- und Glaubenswissen in Text-Bild-Einheiten« vorgelegt, das in den Jahren 2011–2015 als Teilprojekt B01 dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereich 950 »Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa« an der Universität Hamburg angehörte. Unser Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen des Sonderforschungsbereichs 950, insbesondere im Projektbereich »Visuelle Organisation«, für inspirierende Diskussionen, Fridericke Conrad für die Redaktion des Bandes und Laura Weißenberger für Hilfe bei der Erstellung des Registers. Die sorgfältige Betreuung des Bandes beim Verlag lag in den bewährten Händen von Friederike Meisner und Benjamin Fröhlich. Auch dafür danken wir herzlich.

Hanna Wimmer, Malena Ratzke und Bruno Reudenbach

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.