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Innovation der Innovation

Vom Innovations-Management zum Science und Fiction-Management

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Arno Dirlewanger

«Inzwischen gibt es eine Unzahl von Büchern, die sich mit lnnovationsfragen befassen. Nicht wenige dieser Bücher sind banal, viele leben vom Abschreiben oder vom Umbenennen an sich bereits bekannter Methoden. Dirlewangers Buch lnnovation der Innovation ist in diesem Umfeld ein besonderer Glücksfall. Dies gilt gleichermassen für den anspruchsvollen Methodiker wie für den an wirklich ungewöhnlichen Innovationen interessierten Praktiker.»
(Dietmar Zobel, Ideen- und Innovationsmanagement 04/2017)

Innovations-Management ist heute in vielen Unternehmen fest verankert. So fest, dass innovativem Denken, das über den Tellerrand hinausreicht, oft enge Grenzen gesetzt sind. Von geradezu undisziplinierter Phantasie und ungewöhnlich weit reichendem Vorstellungsvermögen dagegen lebt die Science Fiction. Sie bietet daher vielfältige Anregungen für das Denken in neuen Bahnen.
Das Buch beschreibt in 14 «Parallelwelten» konkrete Konzepte und Methoden, die von der Science Fiction inspiriert und in zahlreichen Innovations-Projekten vom Autor in Unternehmen erprobt wurden. Von der Schaffung eines kreativen Klimas mit «Aliens» über Meetings, in denen die neue Sprache das Schweigen ist, bis hin zur Nutzung von Science Fiction für die Ideen-Generierung und die Bewertung mit Star Trek. Der Band ist sowohl Streitschrift für die Erneuerung des heutigen Innovations-Managements als auch detailliertes Arbeitsbuch mit neuen, ungewöhnlichen Methoden für den Praktiker. Damit aus «science» und «fiction» Innovation entstehen kann.

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I Innovations-Projekte

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Ein neues CAD-System soll im Unternehmen eingeführt und eine neue Produktions-Halle erstellt werden. Beides sind Projekte und bei beiden ist bekannt, wie das Ergebnis aussieht: Das CAD-System läuft auf den Rechnern, die Mitarbeiter können damit arbeiten. Die Halle sieht so aus, wie auf den Architekten-Zeichnungen, und die Maschinen produzieren. Beide Projekte sind mit Methoden des Projektmanagements so geplant, dass das realisierte Ergebnis am Ende des Projektes den ursprünglichen Vorstellungen entspricht. Innovations-Projekte dagegen haben in der Regel das Ziel, ein vorher nur in Umrissen festgelegtes Ergebnis erst noch zu erzeugen. Beispiel: „Ein platzsparendes Automobil.“ Ein Innovations-Projekt entspricht daher eher einer Expedition in unbekannte Gefilde und mit unbekanntem Ausgang.

Für Forschungsexpeditionen, wie sie im 18. und 19. Jahrhundert ihre Blütezeit hatten, war es typisch, dass meist lediglich die Richtung, in die es gehen sollte, klar war und dass man Neues entdecken oder finden wollte. So hatten weder Alexander von Humboldt noch David Livingstone, bevor sie aufbrachen, eine allzu genaue Vorstellung von dem, was sie am Ende der Expedition gefunden haben würden. Beide fanden das zunächst zwar Unbekannte, aber es war das schon vorher Vorhandene: Also eine Entdeckung, keine Erfindung. Bei Innovations-Projekten suchen wir jedoch nicht primär das Vorhandene, sondern das noch nicht Existierende, das zu Erfindende.

Das einrädrige Automobil ist etwas Neues, das zwar teilweise aus etwas Existierendem bestehen wird (wie beispielsweise Rad, Batterien, Scheinwerfer), das Gesamtkonzept hingegen, wie das Fahrzeug fahren und alleine stehen kann,...

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