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Vulgata-Studies Vol. I

Beiträge zum I. Vulgata-Kongress des Vulgata Vereins Chur in Bukarest (2013)

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Edited By Andreas Beriger, Stefan Maria Bolli, Widu-Wolfgang Ehlers, Michael Fieger and Wilhelm Tauwinkl

Der Vulgata Verein Chur, organisierte im November 2013 den ersten Vulgata-Kongress. Dabei wurden philologische Erkenntnisse aus der Übersetzung der Vulgata ins Deutsche und Rumänische zusammengetragen, theologische und andere Hintergründe um die Vulgata und Hieronymus vertieft. Der Austausch ermöglichte eine bessere Arbeit an den lateinischen Texten der Vulgata.
Die vorliegenden Beiträge sind eine Zusammenschau der Vorträge und Workshops in Bukarest.
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Psalm 127 – griechische Varianten: Von Adrian Muraru

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Psalm 127 – griechische Varianten*

VON ADRIAN MURARU

Das Übertragen eines Textes aus einer Sprache in eine andere, sowie das Thesaurieren der Übersetzung durch Schreiben und Kopieren, dann durch Archivierung in einer Bibliothek, weist zweifellos auf den glücklichen Zusammenhang hin, wo zwei Kulturen sich treffen und sich verstehen können. Die Tatsache, dass der in einer „barbarische“ Sprachen geschriebener Text der hebräischen Bibel – das Alte Testament – das Griechentum betreffen könnte, und dass dieser Text mehrmals übersetzt geworden ist235 (ein sehr seltenes Geschehen, oder sogar einmaliges, wenn wir die Übersetzungen aus „barbarischen“ Sprachen des Altertums betrachten), zeigt eine kulturelle Einzigartigkeit.

Der hebräische Text des Psalms 126 (nach der Nummerierung der LXX) hat, in dieser Weise, zahlreiche Übersetzungen und Überarbeitungen, was ein besonderes Interesse für ein Originalwerk eines „barbarischen“ Milieu zeigt. Außer der „kanonischen“ Variante der Septuaginta (Ausgabe von Rahlfs, die auf der ersten Spalte der folgenden Tabelle steht), gab es (mindestens) andere fünf griechische ← 223 | 224 → Varianten des Psalms, die in der Spätantike laufend waren: Aquila, Symmachos, Theodotion, Quinta und Sexta236 (die in der zweiten Spalte angegeben sind).237

Eine ungekürzte Diskussion über diesen Psalm nach seiner griechischen Überlieferung ist hier nicht möglich. Zwei Themen sind jedoch zu erwähnen. Zuerst muss man bemerken, dass bei der Rekonstruktion der nicht-LXX Varianten des Psalms 126 haben wir griechische und lateinische Quellen verwendet (besonders die Epistula XXXIV ad Marcellam von Hieronymus), auf der Spur der Hexapla-Ausgabe...

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