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Die Bedeutung der Rezeptionsliteratur für Bildung und Kultur der Frühen Neuzeit (1400–1750), Bd. II

Beiträge zur zweiten Arbeitstagung in Haldensleben (Mai 2013)

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Edited By Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

Wie bereits in der ersten Arbeitstagung in Eisenstadt 2011 ausgeführt, weist die Mittlere Deutsche Literatur zwischen 1400 und 1750 einen beträchtlichen Bestand an deutschsprachiger Rezeptionsliteratur auf, deren statistisches Verhältnis zur originalen deutschen Literatur in Frühneuhochdeutsch und Neulatein noch nicht ausreichend ermittelt ist. Sichtung, Aufarbeitung und bildungsgeschichtliche Wertung dieser Literatur gehören wohl zu den interessantesten und historisch aussagekräftigsten Aufgaben, welchen sich die Beiträge dieses Bandes exemplarisch widmen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Rezeption antiker Kultur (Wiederentdeckung der Palliata, Überlieferung von Mythologie, Verarbeitung von Vergil), auf der Filiation mittelalterlicher Motive und auf der Verbreitung von italienischer Renaissanceliteratur im deutschen Sprachraum. Neben herausragenden Beispielen der literarischen Rezeption europäischer Literaturdenkmäler und neulateinischer Texte werden ästhetische Probleme von Rezeptionsliteratur im Allgemeinen und die theoretische Basis des Petrarkismus im Besonderen dargelegt.
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Zusammenfassungen und Stichworte

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Hans-Gert Roloff

Die Rezeption der Palliata in Deutschland um 1500

Zusammenfassung: Das Referat beschäftigt sich mit Grundzügen der Rezeption der römischen Palliata, d.h. der Komödien von Plautus und Terenz, in der deutschen Kultur um 1500, genauer zwischen ca. 1475 und 1529. Behandelt werden die Aspekte der Theatersituation in Deutschland im 15. Jahrhundert, auf die die Palliata bei ihrer Rezeption traf, das Eindringen der Palliata, die Publikation der Texte durch den frühen Buchdruck seit 1472, die Palliata als Unterrichtsgegenstand in Gymnasien und Hochschulen. Ausführlicher werden die aktive Rezeption durch Verdeutschung gewürdigt (Albrecht von Eyb, Hans Neidhart, Straßburger Terenz-Ausgaben) und die Versuche einiger Autoren (Locher, Sprenz, Reuchlin, Gnapheus), in Angleichung an die Palliata eigene Stücke zu konzipieren.

Stichworte: Komödie; Plautus; Terenz; Albrecht von Eyb; Hans Neidhart; Jacob Locher; Sebastian Sprenz; Johannes Reuchlin; Gulielmus Gnapheus.

Alfred Noe

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