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Gemeinsamkeit schaffen in der Interaktion

Diskursmarker und Lautelemente in zürichdeutschen Erzählsequenzen

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Fabienne Tissot

Welche Funktionen haben «kleine Wörter» wie Diskursmarker und Lautelemente in der Interaktion? Wo und zu welchem Zweck verwenden sie junge Frauen in Gesprächen untereinander? Die empirische Studie untersucht an einem Korpus von Alltagsgesprächen Deutschschweizer Gymnasiastinnen diese genuin mündlichen Phänomene. Als minim referentielle Objekte befinden sie sich an gesprächsorganisatorisch unklaren Stellen und bewegen sich in Bezug auf ihren Status zwischen Laut, Floskel und grammatikalisiertem Element. Die detaillierte mikroanalytische Untersuchung zeigt, wie damit in Kombination mit interaktionalen und diskursiven Verfahren verstärkt und gezielt Gemeinsamkeit in der Interaktion geschaffen werden kann.
Theoretisch in der Soziolinguistik, methodisch in der Konversationsanalyse und der Interaktionalen Linguistik angesiedelt, findet die Arbeit Anschluss an interaktionale Forschungsrichtungen sowie an die internationale Jugendsprachforschung und zeigt neue Wege für dialektologische Fragestellungen auf.
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8. Auswahl und Konzeptualisierung der Untersuchungsgegenstände

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8.        Auswahl und Konzeptualisierung der Untersuchungsgegenstände

Nach diesem ersten Überblick der Beschreibungen der ausgesuchten Untersuchungsgegenstände in den Kontexten der kommunikativen Dialektologie, der Jugend- sowie der Frauen-/Mädchensprachforschung soll in diesem Kapitel diskutiert werden, wie die untersuchten Elemente ausgesucht wurden und die Arbeitbegriffe definiert werden, wie sie in den folgenden Analysen verwendet werden.

8.1      weisch

Die ausgewählten zehn Erzählungen wurden nach dem Gebrauch von weisch und dessen Kombinationen untersucht. Weisch wird als „Diskursmarker“ bezeichnet, da diese Bezeichnung einen weiten Oberbegriff darstellt (vgl. Bussmann 1990) und sich damit an die angelsächsische Terminologie anknüpfen lässt. Weisch bzw. weisst Du wurde bisher für das Deutsche nur sehr eingeschränkt untersucht und für das Schweizerdeutsche gar nicht. Es handelt sich um ein genuin mündliches Phänomen, in seinem Gebrauch als Diskursmarker ist sein semantischer Gehalt (weitgehend) verschwunden. Weisch wird in dieser Arbeit nur in seiner Funktion als Diskursmarker untersucht, Kombinationen mit Nebensätzen (ich weiss, dass …) oder Akkusativergänzungen (ich weiss es nicht) werden nicht miteinbezogen. ← 157 | 158 →

8.2      Lautwörter: Definition und Terminologie

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