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Schöne Kunst und reiche Tafel: über die Bilder der Speisen in Literatur und Kunst / Belle arti e buona tavola: sul significato delle pietanze nell’arte e nella letteratura

Beiträge der Tagungen Gießen (11./12. Oktober 2014) und Urbino (14./15. Oktober 2014) / Atti dei convegni di Gießen (11/12 ottobre 2014) e Urbino (14/15 ottobre 2014)

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Edited By Sandra Abderhalden, Michael Dallapiazza and Lorenzo Macharis

Dieser Band versammelt Beiträge zweier Tagungen zur Bedeutung von Essen und Trinken in Kunst und Literatur. Im Zentrum stehen Esskulturen und Praktiken vorrangig in der deutschen und italienischen Literatur vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Der mehrsprachige, komparatistisch ausgerichtete Tagungsband spiegelt die Vielfältigkeit des kulinarischen Themas in literarischen und künstlerischen Werken auf umfassende Weise wider.
Questo volume raccoglie i contributi di due conferenze sul significato del cibo e delle bevande nell’arte e nella letteratura. Pietra angolare del libro è il tema delle culture e delle pratiche alimentari, illustrate con particolare attenzione alle letterature italiana e tedesca, dal medioevo ai nostri giorni. Partendo da una prospettiva comparatistica, il volume plurilingue rispecchia in modo esemplare la molteplicità del tema nelle tradizioni dell’arte e della letteratura.
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Das Gastmahl der Götter. Mythologische Konzepte des Speisens und Trinkens in der Literatur

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Abstract: Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, inwiefern Gastmahlszenen und Speiserituale in der europäischen Literatur seit der griechischen Antike einen herausragenden Stellenwert innehaben. Er sondiert das Sujet des ‚gestörten Gastmahls‘ am Beispiel des Tantalos-Mythos und seiner Adaption in Goethes klassischem Drama Iphigenie auf Tauris. Zudem wird die Verbindung zwischen den Konzepten des gestörten Gastmahls und des pervertierten Opferrituals anhand einer Episode (das Schlachten der Rinder des Helios) aus dem 12. Gesang von Homers Odyssee näher beleuchtet.

Keywords: Erinnerungskultur, Gastmahl der Götter, gestörtes Gastmahl, Homer, Mythos, Opferritual, Tischgemeinschaft, Gustav Schwab.

Seit dem Beginn der schriftlichen Überlieferung in den frühen Hochkulturen und der griechischen Antike finden sich in der Literatur zahlreiche Thematisierungen des Speisens und Trinkens, die mehr als bloße kulinarische Exkurse und Ausschmückungen bilden, insofern sie vielfältige Funktionen erfüllen können. Die Bedeutungsaspekte und Funktionselemente des Essens werden dabei sowohl auf einer textinternen bzw. innerliterarischen als auch auf der jeweiligen kulturellen sowie soziologischen Ebene wirksam; sie umfassen beispielsweise aufschlussreiche kultursoziologische und narratologische oder dramenpoetologische Aspekte.

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