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Schweizerisches Jahrbuch für Kirchenrecht. Bd. 19 (2014) / Annuaire suisse de droit ecclésial. Vol. 19 (2014)

Herausgegeben im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für evangelisches Kirchenrecht / Edité sur mandat de l’Association suisse pour le droit ecclésial protestant

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Edited By Dieter Kraus, Wolfgang Lienemann and René Pahud de Mortanges

Inhalt: Jakob Frey: Kirchgemeindeleitung in Zusammenwirken zwischen Kirchenvorsteherschaft und Pfarrerschaft – Samuel Jakob: Reformierte Gemeindeleitung - Das Zürcher «Zuordnungsmodell» – Tanja Sczuka: Das Aargauer Modell der Partnerschaftlichen Gemeindeleitung (PGL) – Silvianne Bürki: Innere und äussere Angelegenheiten im Berner Staatskirchenrecht in historisch-theologischer Sicht – Christina Schmid-Tschirren: Ausgewählte Fragen zum Eigentum an Kirchengut – Daniel Kosch: Denkanstösse zur innerkatholischen Diskussion um die staatskirchenrechtlichen Strukturen – Dieter Kraus: Religionsrechtlich bedeutsame Entscheide des Bundesgerichts im Jahre 2014.
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Uri: Neues Organisationsstatut der Evangelisch-reformierten Landeskirche Uri

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Neues Organisationsstatut der Evangelischreformierten Landeskirche Uri

I.Vorgeschichte: Von der „Protestantischen Kirchgemeinde Uri“ zur „Evangelisch-reformierten Landeskirche Uri“

Von den 23 Kantonalkirchen, welche dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund als Mitglieder angehören, führen deren sieben die Bezeichnung „Landeskirche“ in ihrem Namen. Während sechs von ihnen (Aargau, Appenzell, Glarus, Graubünden, Thurgau und Zürich) sich aus dem einstigen reformierten Staatskirchentum entwickelt haben1, ist die nur gut 1‘800 Mitglieder zählende „Evangelisch-reformierte Landeskirche Uri“ aufgrund ihrer Diasporasituation keine Landeskirche im ursprünglichen Sinn des Wortes2. Seit ihrer Gründung im Jahr 1885 existierte sie bis 1986 als eine sich über das gesamte Kantonsgebiet erstreckende Kirchgemeinde (die öffentlichrechtliche Anerkennung der „Protestantischen Kirchgemeinde Uri“, wie sie sich noch bis 1983 nannte, erfolgte 1916). Die heutige Bezeichnung geht auf die Kantonsverfassung von 1984 zurück3. Diese anerkennt sowohl die römisch-katholische als auch die evangelisch-reformierte Kirche als „Landeskirchen“ (Art. 7 Abs. 1), d.h. als selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts (Art. 7 Abs. 2), die ihre Angelegenheiten im Rahmen der Verfassung und der Gesetzgebung selbständig ordnen (Art. 8 Abs. 1) und ein vom Regierungsrat zu genehmigendes Organisationsstatut (Art. 8 Abs. 3) zu erlassen haben4. ← 197 | 198 →

Mit dem am 22. April 1986 von der kantonalen Kirchgemeindeversammlung beschlossenen Organisationsstatut der Evangelisch-reformierten Landeskirche Uri5 wurden die drei bis anhin informellen „Lokalgemeinden“ Altdorf und Umgebung, Erstfeld und Urner Oberland sowie Ursern zu selbständigen Kirchgemeinden erhoben. Sie verfügten allerdings weiterhin – für schweizerische Verhältnisse unüblich – nur...

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