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Santiago de Compostela

Pilgerarchitektur und bildliche Repräsentation in neuer Perspektive

Bernd Nicolai and Klaus Rheidt

Die Kathedrale von Santiago de Compostela, als Ziel und Höhepunkt der Pilgerwege zum Jakobsgrab, darf heute mehr denn je Aufmerksamkeit beanspruchen, nicht nur als Ziel des Jakobsweges, sondern vor allem als architektonische und kulturgeschichtliche Quelle. Das mehrjährige Forschungsprojekt von Bernd Nicolai, Universität Bern und Klaus Rheidt, Universität Cottbus, «Die Kathedrale von Santiago de Compostela – Gestalt, Funktion und Programm», das den Bau und seinen architektur- und kunstgeschichtlichen Kontext von Grund auf neu untersucht, legt hier eine Zwischenbilanz vor. Der Band präsentiert erstmalig Ergebnisse zu Bauverlauf und Ausstattung auf der Basis einer neuen Bauforschung, Baugeschichte und Quellenanalyse und konfrontiert sie mit aktuellen internationalen Forschungen in Spanien, den USA, der Schweiz, Deutschland, England und Frankreich zum Themenbereich der Pilgerstraßenarchitektur und -skulptur.
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Die Capella episcopalis – Überlegungen zur topographischen Lage der Privatkapelle von Erzbischof Gelmírez

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Jens Rüffer

Mit der temporären Verleihung der erzbischöflichen Würde im Jahr 1120 hatte Bischof Diego II. Gelmirez († 1140) eines seiner wichtigsten kirchenpolitischen Ziele erreicht. Vier Jahre später wurde dieses Engagement durch die Bulle Potestatem ligandi, die die erzbischöfliche Würde auf Dauer festschrieb, gekrönt.1 Der neue Status verlangte nach einer repräsentativen Residenz, war doch der alte Bischofspalast, der einst südlich der Puerta de las Platerías lag, gemessen an den neuen Ansprüchen sowohl hinsichtlich der Größe der Räumlichkeiten als auch der architektonischen Ausstattung eher bescheiden.2 Zudem wurde dieser Palast während der städtischen Unruhen der Jahre 1116/17 stark beschädigt. So nahm Gelmírez kurz nach 1120 zwei größere Projekte in Angriff. Er ließ einen neuen Bischofspalast errichten und für sich eine Privatkapelle bauen.

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