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Europäische Mehrsprachigkeit in Bewegung: Treffpunkt Luxemburg- Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

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Sabine Ehrhart

Wie sieht die Zukunft der Mehrsprachigkeit in Europa aus? Kann man Erfahrungen mit einem Typ der Mehrsprachigkeit in einem bestimmten geografischen, politischen und sozialen Kontext auf andere Situationen übertragen? Welche individuellen Wege zur Entwicklung und zum Ausbau von Mehrsprachigkeit begehen Lerner je nach Alter und Erfahrung? Wie können Lehrer und Dozenten in Lehrerbildungsprogrammen dazu beitragen, dass ihre Schüler und Studierenden leichter auf andere Sprachen und Kulturen zugehen? Wie können wir eine Arbeitsumgebung gestalten, die kulturelle und sprachliche Vielfalt als Chance ansieht?
Il n’y a pas un plurilinguisme au Luxembourg, mais de multiples façons de définir la richesse en langues et cultures, en fonction des biographies langagières et des trajectoires de vie de tout chacun. Cette vision intégrée des langues et cultures est assez exceptionnelle à l’échelle européenne et il nous a semblé que certains aspects de ce modèle luxembourgeois pourraient être utiles à d’autres pays qui cherchent des moyens d’augmenter leur cohésion sociale. D’une manière pratique, le lecteur est sollicité de mettre en œuvre cette gestion de la diversité en accueillant ce recueil de textes en trois langues qui correspondent entre elles par les contenus, mais pour lesquels il doit lui-même construire les ponts de compréhension interlinguistique.
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Nat�rliche Sprachkontaktph�nomene in einer innovativen Mehrsprachigkeitsdidaktik: Sabine Ehrhart

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SABINE EHRHART

Natürliche Sprachkontaktphänomene in einer innovativen Mehrsprachigkeitsdidaktik

1.Innovative Tendenzen bei der Betrachtung von Mehrsprachigkeit

Mehrsprachigkeitsphänomene erhalten im Augenblick angesichts der sich durch Mobilität und Globalisierung immer weiter verändernden gesellschaftlichen Ausgangsbedingungen eine stark wachsende Aufmerksamkeit in der medialen und politischen Öffentlichkeit. Die Forschung steht parallel dazu vor der Notwendigkeit, neue Wege aufzuzeigen, wie man zur Beherrschung mehrerer Sprachen kommen und die Kenntnis mehrerer Sprachen am sinnvollsten in sein Leben einbetten kann (Bach 2003). Diese neuen Ansätze können uns gerade in innovative wissenschaftliche Teilgebiete oder geografische Räume innerhalb oder ausserhalb Europas führen, die bis jetzt in der Wissenschaft noch wenig beachtet worden sind.

In den letzten Jahren hat zunächst wieder einmal verstärkt die Debatte um die Terminologie der Mehrsprachigkeitsforschung eingesetzt, so nimmt im Französischen der Soziolinguist Philippe Blanchet den Ausdruck der pluralité linguistique auf (Blanchet & Díaz, 2007), der vor einer Generation schon gebraucht wurde, z. B. von Schweizer Sprachwissenschaftlern wie Christiane Perregaux. Im englischen Sprachraum hinterfragen Jørgensen (polylingualism), Blommaert (superdiversity), Jaspers (zerolingualism) und Pennycook (metrolingualism) die bestehenden Begriffe auf dem Gebiet der sprachlichen und kulturellen Vielfalt. Besonders treffsicher erscheint hier García mit translanguaging, denn in der Verbform translanguaging ist einerseits die aktive Seite des Umgangs mit Sprache viel stärker hervorgehoben als in nominalen Konstruktionen (to language als ← 211 | 212 → Verb, von dem aus dann Ableitungen gebildet werden) und andererseits liegt der Akzent auch auf dem Überschreiten...

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