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Europäische Mehrsprachigkeit in Bewegung: Treffpunkt Luxemburg- Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

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Sabine Ehrhart

Wie sieht die Zukunft der Mehrsprachigkeit in Europa aus? Kann man Erfahrungen mit einem Typ der Mehrsprachigkeit in einem bestimmten geografischen, politischen und sozialen Kontext auf andere Situationen übertragen? Welche individuellen Wege zur Entwicklung und zum Ausbau von Mehrsprachigkeit begehen Lerner je nach Alter und Erfahrung? Wie können Lehrer und Dozenten in Lehrerbildungsprogrammen dazu beitragen, dass ihre Schüler und Studierenden leichter auf andere Sprachen und Kulturen zugehen? Wie können wir eine Arbeitsumgebung gestalten, die kulturelle und sprachliche Vielfalt als Chance ansieht?
Il n’y a pas un plurilinguisme au Luxembourg, mais de multiples façons de définir la richesse en langues et cultures, en fonction des biographies langagières et des trajectoires de vie de tout chacun. Cette vision intégrée des langues et cultures est assez exceptionnelle à l’échelle européenne et il nous a semblé que certains aspects de ce modèle luxembourgeois pourraient être utiles à d’autres pays qui cherchent des moyens d’augmenter leur cohésion sociale. D’une manière pratique, le lecteur est sollicité de mettre en œuvre cette gestion de la diversité en accueillant ce recueil de textes en trois langues qui correspondent entre elles par les contenus, mais pour lesquels il doit lui-même construire les ponts de compréhension interlinguistique.
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Individuelle Mehrsprachigkeit Studierender � eine Reflektion sprachbiografischer Ans�tze: Rahel Stoike-Sy

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RAHEL STOIKE-SY

Individuelle Mehrsprachigkeit Studierender – eine Reflektion sprachbiografischer Ansätze

Um zukünftige Lehrer auf die lebensweltliche Mehrsprachigkeit in den Klassenzimmern vorzubereiten, wird oft das Thema Mehrsprachigkeit sowie die Mehrsprachigkeitsdidaktik in die universitäre Lehrerausbildung aufgenommen. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten, sich diesem Thema zu nähern. So können theoretische Vorträge über Teilbereiche der Mehrsprachigkeitsforschung gehalten und mit den Studenten besprochen werden. Eine Gefahr bei einer nur theoretischen Beschäftigung mit Mehrsprachigkeit besteht darin, eigene Sprachlernerfahrungen unreflektiert als Bewertungsmaßstab zu nehmen oder sich der eigenen Mehrsprachigkeit nicht bewusst zu sein. Man spricht vielleicht über Schüler mit Migrationshintergrund oder über Arbeitspendler, die verschiedene Sprachen in ihre Schulen, beziehungsweise an ihren Arbeitsplatz mitbringen. Die Studenten selber über ihre eigene lebensweltliche Mehrsprachigkeit arbeiten zu lassen und diese dadurch intensiv zu reflektieren erweist sich demgegenüber als fruchtbarer Ansatz. Sich mit den eigenen Spracherfahrungen und der eigenen Sprachbiografie auseinanderzusetzen, erlaubt die eigene Pluralität und vielfältigen Zugehörigkeiten wahrzunehmen und als Ressourcen zu entdecken (vgl. Perregaux 2002: 82–83).

Nach einer Darstellung des Konzepts des holistischen Sprachrepertoires und davon ausgehend der Sprachbiografie werde ich den Zugang über Visualisierungen, wie zum Beispiel Sprachporträts, diskutieren, um abschließend zwei konkrete Beispiele von Aktivitäten des sprachbiografischen Arbeitens vorzustellen: zum einem eine reflexive Gruppenarbeit im Rahmen eines trinationalen Hauptseminars in der Großregion mit Teilnehmern aus Luxemburg, dem Saarland und aus Lothringen und zum anderen das Arbeiten mit Sprachporträts und Sprachbiografien im Rahmen...

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