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Edited By Françoise Lartillot

Suivant Gilles Deleuze : « Ecrire est une affaire de devenir, toujours inachevé, toujours en train de se faire, et qui déborde toute matière vivable ou vécue. C‘est un processus, c’est-à-dire un passage de Vie qui traverse le vivable et le vécu » ( Critique et clinique, p. 11).
Le deuxième numéro de Genèses de textes consacre sa partie thématique à ce passage de Vie, souhaitant rendre attentif aux principes de lecture de Gilles Deleuze (parfois en compagnie de Félix Guattari). D’une part sont présentés certains des principes théoriques permettant de situer Gilles Deleuze relativement à la philosophie nietzschéenne, à Freud, à Lacan, aux principes de lecture de Barthes, à l’épistémologie de Whitehead ainsi qu’à l’herméneutique d’Agamben. D’autre part, des études plus ponctuelles mettent en avant les traits majeurs des interprétations de Gilles Deleuze relativement à Kafka, Sacher Masoch et au cinéma.
«Schreiben», so liest man bei Gilles Deleuze, «ist eine Sache des Werdens, stets unfertig, stets im Entstehen begriffen, und lässt jeden lebbaren oder erlebten Stoff hinter sich. Es ist ein Prozess, das heißt, ein Weg, der sich dem Leben öffnet und das Lebbare und Erlebte durchquert» ( Kritik und Klinik, S. 11).
Der zweite Band der Reihe Textgenesen widmet sich diesem Weg. Betrachtet werden die Lektüre-Prinzipien von Gilles Deleuze (zum Teil in Zusammenarbeit mit Felix Guattari). Zum einen werden einige der theoretischen Grundsätze vorgestellt, die es erlauben, das Verhältnis Deleuzes zur Philosophie Nietzsches, zu Freud, Lacan, zu den Lektüre-Prinzipien von Barthes, der Epistemologie Whiteheads sowie der Hermeneutik Agambens zu bestimmen. Zum anderen werden in Einzelstudien wesentliche Züge der Interpretationen Deleuzes herausgearbeitet, in denen er sich mit Kafka, Sacher Masoch und dem Film auseinandersetzt.

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Achim GEISENHANSLÜKE Caput lupinum. Wölfe bei Deleuze, Agamben und Kipling 77

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Caput lupinum. Wölfe bei Deleuze, Agamben und Kipling Achim GEISENHANSLÜKE Universität Regensburg I. Deleuze und die Literatur «Ecrire est une affaire de devenir, toujours inachevé, toujours en train de se faire, qui déborde toute matière vivable ou vécue.»1 Wie die Eingangs- überlegungen zum Verhältnis von Literatur und Leben zeigen, stellt sich das Schreiben von Deleuze immer auf die Seite des Werdens. Das gilt nicht nur für die Literatur, sondern ebenso für die Philosophie. In Anlehnung an die philosophischen Gewährsmänner Spinoza, Nietzsche und Bergson geht es Deleuze um den Überschuss, den das Werden dem Sein gegenüber bereithält: Deleuze ist kein Philosoph des Reellen, sondern einer des Virtuellen. Das zeigt sich in der Philosophie wie in der Auseinandersetzung mit literarischen Texten, die sein Werk von dem frühen Proustbuch über Kafka, Melville bis zur amerikanischen Literatur der Moderne begleiten, die dann im Mittelpunkt von Critique et Clinique steht. Mit dem Begriff des Werdens setzt sich Deleuze nicht nur gegen jede Form der System- oder der Seinsphilosophie ab. Auch die Betonung des Formaspekts der Sprache, die die moderne Ästhetik kennzeichnet, findet vor seinen Augen wenig Gnade: «Devenir n’est pas atteindre une forme (identification, imitation, Mimésis), mais trouver la zone de voisinage, d’indiscernabilité ou d’indifférenciation.»2 Das Moment des Werdens und der nicht kontrollierbaren Bewegung verkörpert die Unabschließbarkeit, auf der Deleuze insistiert. Wie kaum eine andere Institution verkörpert die der Literatur für ihn den...

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