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Am Schnittpunkt von Philologie und Translationswissenschaft

Festschrift zu Ehren von Martin Forstner

Edited By Hannelore Lee-Jahnke and Erich Prunc

Diese Festschrift ehrt Martin Forstner, Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und zeichnet einige der wesentlichen Initiativen eines grossen Gelehrten und Wegebereiters nach, dessen Forschung und Publikationen für die Translationswissenschaft als richtungweisend gelten.
Seine Freunde und Kollegen der CIUTI widmen ihm diesen Band in Dankbarkeit für sein Wirken auf nationaler und internationaler Ebene.
Die hier behandelten Themen spiegeln die vielfältigen Facetten der Translationswissenschaft wieder. So ist die akademische Ausbildung, in welcher Evaluierung eine Schlüsselrolle spielt, ebenso Gegenstand der Überlegungen wie die neuen Wege, welche diese Ausbildung einschlagen sollte, damit unsere Absolventen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft den Anforderungen des Marktes entsprechen können. Auch den veränderten geopolitischen Konstellationen, welche althergebrachte Muster in Frage stellen und die Ausbilder zwingen, neue Richtungen in der Translationsdidaktik zu nehmen, wird Rechnung getragen.
Das vorliegende Werk beinhaltet ferner die Modellisierung von Übersetzungstheorien, die Aspekte der Theaterübersetzung, die Rechtsterminologie für das Sprachenpaar arabisch-deutsch, die neuen Marktanforderungen, die interkulturelle Kompetenz, skizziert die Beziehung zwischen Philologie und Übersetzung, stellt Überlegungen zur Bolognareform an und unterstreicht, dass Bilingualismus nicht zwangsweise mit übersetzerischer Kompetenz gleichzusetzen ist.
Dieses Buch enthält 8 Beiträge auf Deutsch, 6 auf Französisch, 6 auf Englisch und 2 auf Italienisch.

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Die Translationswissenschaft und das Europades Wissens: Kassandrarufe und Teufelskreise Gyde HANSEN 29

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29 Die Translationswissenschaft und das Europa des Wissens Kassandrarufe und Teufelskreise Gyde HANSEN Copenhagen Business School 1. Kassandrarufe zur Evaluierung von Ausbildungen Es war 1998 in Leipzig, dass ich zum ersten Mal eine Rede von Martin Forstner zur Translationsqualität hörte, und dann wieder 2006, wo er über den Bologna-Prozess und die Verbesserung der Qualität von Studiengängen sprach. Aus Dänemark kommend hat- te ich danach fast jedes Jahr das Glück, anlässlich des CIUTI- Forums in Genf Reden von ihm zu hören, und immer sagten sie etwas über die Zukunft voraus. 1.1 Forstners erste Rufe von 1998 Die Rede von Martin Forstner galt damals dem Evaluieren und Ranking von Universitäten, das in Zukunft auf uns zukommen würde. Universitäten würden international miteinander konkur- rieren und die Studierenden würden bei ihrer Wahl der Universität von deren internationalen Ansehen und Profil ausgehen – so for- mulierte er es damals, doch den meisten seiner internationalen Zuhörer erschien diese Vorhersehung recht unwahrscheinlich. Die Situation war 1998 die, dass an europäischen Universitäten selte- ner praktische Berufsvorbereitung angeboten wurde – man lehrte eher in einer isolierten theoretischen Ausbildungsumgebung. 30 Gyde HANSEN 1.2 Weitere Rufe, 2006–2009 2006 sprach Martin Forstner über Regelstudienzeiten, die in Zu- kunft eingeführt würden, und diesmal widmeten seine Reden sich den Anforderungen des Marktes, z. B. dem transfer- und anschluss- fähigen Wissen, und den Erwartungen der Studierenden an ihre Ausbildung, u. a. betreffs gesellschaftlicher Anerkennung. Die Marktorientierung...

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