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Am Schnittpunkt von Philologie und Translationswissenschaft

Festschrift zu Ehren von Martin Forstner

Hannelore Lee-Jahnke and Erich Prunc

Diese Festschrift ehrt Martin Forstner, Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und zeichnet einige der wesentlichen Initiativen eines grossen Gelehrten und Wegebereiters nach, dessen Forschung und Publikationen für die Translationswissenschaft als richtungweisend gelten.
Seine Freunde und Kollegen der CIUTI widmen ihm diesen Band in Dankbarkeit für sein Wirken auf nationaler und internationaler Ebene.
Die hier behandelten Themen spiegeln die vielfältigen Facetten der Translationswissenschaft wieder. So ist die akademische Ausbildung, in welcher Evaluierung eine Schlüsselrolle spielt, ebenso Gegenstand der Überlegungen wie die neuen Wege, welche diese Ausbildung einschlagen sollte, damit unsere Absolventen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft den Anforderungen des Marktes entsprechen können. Auch den veränderten geopolitischen Konstellationen, welche althergebrachte Muster in Frage stellen und die Ausbilder zwingen, neue Richtungen in der Translationsdidaktik zu nehmen, wird Rechnung getragen.
Das vorliegende Werk beinhaltet ferner die Modellisierung von Übersetzungstheorien, die Aspekte der Theaterübersetzung, die Rechtsterminologie für das Sprachenpaar arabisch-deutsch, die neuen Marktanforderungen, die interkulturelle Kompetenz, skizziert die Beziehung zwischen Philologie und Übersetzung, stellt Überlegungen zur Bolognareform an und unterstreicht, dass Bilingualismus nicht zwangsweise mit übersetzerischer Kompetenz gleichzusetzen ist.
Dieses Buch enthält 8 Beiträge auf Deutsch, 6 auf Französisch, 6 auf Englisch und 2 auf Italienisch.

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Interkulturelle Kompetenz: Ein Begriff mit vielen Facetten Peter HOLZER 49

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Interkulturelle Kompetenz: Ein Begriff mit vielen Facetten Peter HOLZER Universität Innsbruck 1. Vorbemerkungen zum Begriff „Kultur“ „Kultur“ ist heute in aller Munde. Nicht nur im Alltagsleben, in der Politik und in vielen anderen Bereichen. Kultur ist zu einem ständigen Begleiter in der täglichen Kommunikation geworden, das Bewusstsein, in jeder Phase kulturelle Prozesse mitzutragen und zu durchleben, tritt immer stärker hervor. Kultur beinhaltet nicht mehr nur das, was uns das Feuilleton von Zeitungen täglich bietet. Die verschiedenen Konzepte von Kultur – Kultur als Inbe- griff dessen, was Menschen produziert haben, Kultur als Welt der Künste, Kultur als gesellschaftliches Partialsystem, um nur einige zu nennen – verschmelzen immer mehr zu einem Ganzen, lassen den Begriff holistisch erscheinen. Holistisch betrachtet wird dann nur mehr unterschieden zwischen „Natur“ und „Kultur“, „Kul- tur“ als Gegenbegriff zu „Natur“1. Unter den Begriffen, die zur Definition von Kultur herangezogen werden2, nimmt der Natur- begriff eine herausragende Stellung ein (vgl. Schiemann 204: 60). Er benennt die eigentliche Negation von Kultur, bezeichnet aber auch einen Gegenpol, der zu Kultur in einem unmittelbaren Wech- 1 Heute wird dieser Gegensatz manchmal ganz aufgelöst, indem die Natur ebenfalls als Konstrukt des Menschen angesehen wird und z. B. auch der menschliche Körper nicht bloß „Natur“, sondern auch „Kultur“ darstellt, dessen natürliche und kulturelle Seite schwer voneinander zu trennen sind. 2 Andere Begriffe zur Definition von Kultur sind Zivilisation, Leben, Geschich- te, Sinn, Geist. 50 Peter HOLZER selverhältnis steht. Wer von Natur spricht, wird ihr in...

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