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Am Schnittpunkt von Philologie und Translationswissenschaft

Festschrift zu Ehren von Martin Forstner

Edited By Hannelore Lee-Jahnke and Erich Prunc

Diese Festschrift ehrt Martin Forstner, Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und zeichnet einige der wesentlichen Initiativen eines grossen Gelehrten und Wegebereiters nach, dessen Forschung und Publikationen für die Translationswissenschaft als richtungweisend gelten.
Seine Freunde und Kollegen der CIUTI widmen ihm diesen Band in Dankbarkeit für sein Wirken auf nationaler und internationaler Ebene.
Die hier behandelten Themen spiegeln die vielfältigen Facetten der Translationswissenschaft wieder. So ist die akademische Ausbildung, in welcher Evaluierung eine Schlüsselrolle spielt, ebenso Gegenstand der Überlegungen wie die neuen Wege, welche diese Ausbildung einschlagen sollte, damit unsere Absolventen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft den Anforderungen des Marktes entsprechen können. Auch den veränderten geopolitischen Konstellationen, welche althergebrachte Muster in Frage stellen und die Ausbilder zwingen, neue Richtungen in der Translationsdidaktik zu nehmen, wird Rechnung getragen.
Das vorliegende Werk beinhaltet ferner die Modellisierung von Übersetzungstheorien, die Aspekte der Theaterübersetzung, die Rechtsterminologie für das Sprachenpaar arabisch-deutsch, die neuen Marktanforderungen, die interkulturelle Kompetenz, skizziert die Beziehung zwischen Philologie und Übersetzung, stellt Überlegungen zur Bolognareform an und unterstreicht, dass Bilingualismus nicht zwangsweise mit übersetzerischer Kompetenz gleichzusetzen ist.
Dieses Buch enthält 8 Beiträge auf Deutsch, 6 auf Französisch, 6 auf Englisch und 2 auf Italienisch.

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Konferenz- und Kommunaldolmetschen Erich PRUNC 259

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Konferenz- und Kommunaldolmetschen Erich PRUN ITAT, Universität Graz In seinem Interview zur Ausbildung an der „Talenteschmiede“ Germersheim (Forstner 2001) hat sich der Jubilar zu den Grundsät- zen der theoriegeleiteten Praxis und der praxisorientierten Theorie bekannt. Für diesen Grundsatz hat er sich auch als Präsident und später als Generalsekretär der CIUTI in zahlreichen Diskussions- beiträgen und im CIUTI-Forum (Forstner 2007, 2008) eingesetzt. Das Verhältnis von Konferenzdolmetschen und Kommunaldolmet- schen, das Thema dieses Beitrages sein soll, bietet sich geradezu an, diese Grundsätze an einem konkreten Problem zu explizieren. Vorweg sei festgehalten, dass ich Kommunadolmetschen als Synonym für Community interpreting und dieses als eine Art Über- begriff für die in der Literatur verwendeten (Teil)synonyme wie liaison interpreting, dialogue interpreting, public service interpret- ing, social interpreting, Behördendolmetschen, Sprachmittlung, Gesprächsdolmetschen usw. verwenden und erst später auf einzel- ne Differenzierungskriterien eingehen werde. 1. Die Prinzessin und das Aschenbrödel 1.1 Ausgangslage Um die Ausgangslage des Diskurses schlaglichtartig auszuleuch- ten, sei zunächst auf zwei gleichzeitig erschienene Nachschlage- werke, das Handbuch Translation (Snell-Hornby et al. eds. 1998) 260 Erich PRUN und die Routledge Encyclopedia of Translation Studies (Baker ed. 1998) zurückgegriffen, da diese nicht nur den Forschungsstand am Ende des ausgehenden 20. Jhs. festhalten, sondern auch die Begrifflichkeit und Objektvorstellungen eines breiteren, an Trans- lation interessierten Publikums prägen. Im Handbuch Translation werden unter Spezifische Aspekte des Dolmetschens als Erscheinungsformen des Dolmetschens in eige- nen Stichwörtern behandelt: Simultandolmetschen, Konsekutivdol- metschen,...

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