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Image, Reproduction, Texte- Bild, Abbild, Text

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Edited By Françoise Lartillot and Alfred Pfabigan

Les relations du texte, de l’image et de la photographie sont abordées dans ce cinquième volume de notre revue. Elles sont considérées comme un facteur qui d’une part détermine la genèse des textes, d’autre part se trouve en étroite corrélation avec la question de la mimésis telle qu’elle a été abordée par Erich Auerbach et permettant de ce fait de renouveler la compréhension de l’un et l’autre phénomènes. Outre les textes de la deuxième moitié du vingtième siècle et du début du vingt-et-unième siècle traités en début de volume, l’ouvrage porte sur l’œuvre de Joseph Roth. La réception de cette dernière est un phénomène remarquable de l’histoire des idées du demi-siècle passé lors duquel la manière de lire l’œuvre et de la qualifier voire de l’étiqueter s’est souvent modifiée. Dans ce volume, les contributions entendent donner accès à la richesse de l’œuvre. Plusieurs documents inédits en lien à l’œuvre et à sa réception y sont présentés.
Das Wechselverhältnis von Text, Bild und Photographie wird in diesem 5. Band unseres Jahrbuchs als ein Faktor erörtert, der zum einen die Textgenese bestimmt, zum anderen die Mimesisfrage, wie sie von Erich Auerbach aufgeworfen wurde, neu zu konturieren erlaubt. Neben Texten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des beginnenden 21. Jahrhunderts liegt ein Schwerpunkt auf den Texten von Joseph Roth. Die Roth-Rezeption ist ein bemerkenswertes Phänomen der Ideengeschichte der letzten 50 Jahre – die Zuordnungen und Bewertungen dieses Schriftstellers haben sich mehrere Male verändert. Unsere Beiträge versuchen, die Breite seines Werkes nachzuzeichnen und präsentieren gleichzeitig einige neue dokumentarische Fundstücke zu diesem und zur Rezeption.

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Textprozesse bei Erich Arendt

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Die «Permanenz des Unerträglichen». Revision des eigenen Engagements in Erich Arendts Arbeit an dem Gedicht Nach den Prozessen Martin PESCHKEN Im Juni 2010 fingiert der Schriftsteller und Journalist Florian Illies im Feuilleton der Wochenzeitung Die Zeit die These, die Wiedervereini- gung von 1989 setze «die von Marx aufgekündigte preußisch-deutsche Tradition wieder in ihr natürliches Recht» und beschließe mit dem Ende der alten Bundesrepublik (und, für Illies so selbstredend, dass nicht weiter erwähnenswert: der DDR) die «Irrtumsepoche des Weltbürgerkrieges».1 Wenige Wochen später findet in der Berliner Volksbühne eine dreitägige Konferenz zur «Idee des Kommunismus» statt, auf der auch der Philosoph und Psychoanalytiker Slavoj Žižek sprach.2 Sein Beitrag weigert sich, aus dem Gedenken an Millionen Opfer von Terror und Gewalt kommu- nistischer Regimes für die Idee des Kommunismus irgendeine Konse- quenz zu ziehen. Die Erfahrungsblindheit solcher intellektuellen Etüden irritiert im gleichen Maß wie die Revisionismen pseudo-bürgerlicher Pro- venienz, die leider auch ein Kennzeichen der Berliner Republik sind. Zwanzig Jahre nach der Vereinigung der beiden deutschen Nachkriegs- Staaten veröffentlicht Christa Wolf Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud,3 das ihren Aufenthalt am Getty Center in Los Angeles 1992/1993 zum Hintergrund hat. Darin setzt sie sich auch mit ihrer kur- zen (und eher harmlosen) Stasi-Tätigkeit um 1960 auseinander, die An- fang der neunziger Jahre publik wurde und zu einer öffentlichen Debatte um die moralische Autorität wie auch um die künstlerische Leistung...

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