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Etat et bien commun

Perspectives historiques et enjeux éthico-politiques- Colloque en hommage à Roger Berthouzoz

Edited By Anto Gavric and Grzegorz W. Sienkiewicz

La notion d’Etat et celle de bien commun apparaissent aujourd’hui en constante confrontation du point de vue de leur finalité. Certes, le concept d’Etat naît avec la Modernité alors que celui du bien commun existe déjà dans l’Antiquité. Les rapports qu’ils entretiennent actuellement ne sont toutefois pas sans rappeler les questions éthiques autour de la notion de bonum commune qui se posent depuis la formation de la société publique.
Cet ouvrage invite à reprendre cette discussion dans un cadre pluridisciplinaire (philosophie, histoire, théologie, économie, droit, politique, médecine). Il met l’accent sur les questions philosophiques de l’utilisation de doctrines politiques du bien, de l’engagement social, des droits de l’homme, mais aussi de l’appréciation éthique quant aux modifications génétiques de l’être humain.
Les textes ici exposés constituent une tentative de retrouver un lien substantiel entre Etat et bien commun en proposant aux chercheurs et aux scientifiques d’assumer une responsabilité déontologique, conformément à leur mission au sein de la société.

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Gibt es eine Pflicht, den Gesetzen zu gehorchen? - Jean-Claude WOLF 63

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Gibt es eine Pflicht, den Gesetzen zu gehorchen? JEAN-CLAUDE WOLF Die Annahme einer Pflicht, den Gesetzen zu gehorchen, wird von den sog. akademischen Anarchisten radikal in Frage gestellt. Die akademi- schen Anarchisten wie z.B. A. John Simmons befürworten nicht eine Pflicht zur Zerstörung staatlicher Institutionen (sie sind keine politischen Anarchistsen), sondern sie formulieren skeptische Einwände. Im Folgen- den sollen einige Argumente pro und contra genannt werden. Obwohl es keine plausiblen Gründe gibt zur Annahme einer generellen Rechts- pflicht, spricht doch einiges dafür, daß sich angemessene und gerechte Strafen nicht ohne uneingeschränkte Beteiligung der Bürger an einer Strafrechtskultur und nicht ohne Staat als Garant des öffentlichen Guts einer funktionierenden Rechtsordnung realisieren ließen. Beginnen wir mit der skeptischen These des akademischen Anar- chismus, die besagt: Es gibt keine Pflicht zum Gehorsam gegen die Gesetze A1) weil Gehorsam keine Tugend für mündige Menschen ist, sondern eine Tugend für Kinder, Unmündige sowie für Mönche und Non- nen. Diese Kritik betrifft insbesondere die Forderung eines unbe- dingten Gehorsams, z.B. auch gegenüber ungerechten oder unver- nünftigen Gesetzen. A2) weil es unmoralische Gesetze gibt (z.B. Gesetze, die Ausländer benachteiligen) – es kann jedoch keine moralische Pflicht geben, unmoralischen Gesetzen zu gehorchen. Eine solche Pflicht zu sta- tuieren, würde die Auffassung präjudizieren, daß immer dann, wenn zwei Pflichten kollidieren und eine Pflicht die Pflicht zum Rechts- gehorsam ist, diese den Vorrang hat. Das würde aber heißen, daß Jean-Claude...

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