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Zum Phänomen des Austauschs in den Geistwissenschaften/Les phénomènes de l'échange dans les sciences humaines

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Silvia Richter and Maude Williams

Obwohl dem Begriff des Transfers, insbesondere des Kulturtransfers, in der Forschung heute große Aufmerksamkeit zukommt, findet im Gegenteil derjenige des Austauschs weit weniger Beachtung. Dennoch ist das Phänomen des «Austauschs» allgegenwärtig in den Arbeiten der Geisteswissenschaften.

In vielen Bereichen der Geisteswissenschaften erweist sich dieser Begriff als nützlich, um Transformationsprozesse, von der Moderne bis heute, zu analysieren. Durch Beispiele aus Geschichte, Philosophie, vergleichender Literaturwissenschaft, Linguistik sowie zeitgenössischer Kunst hinterfragen die in diesem Band versammelten Autoren den Begriff des Austauschs, seine Art, Formen und Wirkungen. Bei der Vielfalt der Austauschsformen konzentrieren sich die Autoren insbesondere auf deren Charakteristika und Besonderheiten, um die Grundlagen für eine tragfähige Definition des Austauschs zu legen.

Bien que la notion de transfert, notamment de « transfert culturel » (Kulturtransfer) soit aujourd’hui bien étudiée, celle de l’échange au contraire est quelque peu délaissée par la recherche. Le phénomène de « l’échange » est pourtant omniprésent dans l’étude des sciences humaines. Dans beaucoup de domaines scientifiques, cette notion s’avère utile afin d’analyser des processus de transformation de l’époque moderne à nos jours.

À travers l’histoire, la philosophie, la littérature comparée, la linguistique et l’art contemporain, les auteurs de cet ouvrage s’interrogent sur la notion d’échange, sa nature, ses formes et ses effets. Parmi la diversité des formes d’échange, les réflexions des auteurs se focalisent notamment sur ses caractéristiques, ses spécificités, afin de poser les jalons d’une définition viable de ce qu’est l’échange.

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Simon Dagenais, Les échanges entre le monde germanophone et la France au travers des gazettes politiques du Saint-Empire et de France en 1768 Die französischsprachige Presse im Heiligen Römischen Reich deut- scher Nation erfuhr einen ungeahnten Aufschwung in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s. Durch eine Analyse von vier Zeitschriften in Frankreich und im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation behandelt der Beitrag die Dynamik der Verbreitung von Nachrichten zwischen den zwei Gegenden. (Die Titel und die Erscheinungsorte der behandelten Zeitschriften sind wie folgt: Die Gazette de France wurde in Paris gedruckt, die Gazette de Cologne in Köln, der Courier du Bas-Rhin in Kleve und der Clef du cabinet des princes in Luxemburg). Die Verbundenheit, die die Zeitschrift Gazette de France mit der französischen Krone unterhielt, gab den von ihr veröffentlichten Neuigkeiten große Autorität. Die Gazette de France ver- breitete im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation Neuigkeiten aus Frankreich, offizieller Natur oder zumindest nicht das Wohlwollen der kö- niglichen Macht verstimmend, sowie auch Neuigkeiten aus dem Ausland. Die Themen, die von der Gazette de France außer Acht gelassen worden waren, fanden nichtsdestotrotz ihren Weg in die Zeitschriften des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. So behandelten die übrigen Zeitschriften Themen, die der königlichen Macht in Frankreich missfielen, indem sie sich insbesondere die Gerüchte zunutze machten, um die mög- lichen Motivationen einiger Machtentscheidungen zu verbreiten (und zu hinterfragen). Diese Zeitschriften veröffentlichten Neuigkeiten, die noch nicht best...

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