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Der deutsche Film im Kalten Krieg

Mit einem Vorwort von Hans Helmut Prinzler

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Edited By Christin Niemeyer and Ulrich Pfeil

Filme gelten gewöhnlich in erster Linie als Unterhaltungsmedium. Der Blick in die Filmgeschichte zeigt jedoch auch, dass sie immer als politische Waffe eingesetzt wurden. Das galt ganz besonders in der Zeit des Kalten Krieges, in der sich die beiden verfeindeten Blöcke nicht nur einen ideologischen, sondern zugleich einen bilderreichen Konflikt lieferten. So war der Film auch in der deutschdeutschen Systemkonkurrenz ein beliebtes Medium, um die Überlegenheit der eigenen Ordnung zu demonstrieren. Er sollte ideologisch auf die kollektive Vorstellungswelt einwirken und Indikator für die technologische bzw. industrielle Macht dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs sein. Der Film spiegelte somit nicht alleine den ideologischen Zusammenstoß, sondern alimentierte ihn zugleich. Charakteristisch für den deutschen Film im Kalten Krieg war besonders die wechselseitige Bezogenheit der Filmproduktionen in den beiden deutschen Staaten. Eine deutsche Besonderheit war in dieser Hinsicht das Frontstaat-Motiv, thematisierten die Filmemacher doch wiederholt Mauer und Stacheldraht, so dass sie sich an der Konstruktion eines Bildes von der Grenze beteiligten, das noch heute die Erinnerung prägt. So bietet dieser Band einen facettenreichen Einblick in die Formen und Funktionen, die Inhalte und Rezeption des deutschen Films im Kalten Krieg.
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Die Autoren / Les auteurs

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BARBE, Diane, Jg. 1985, Doktorandin der Études cinématographiques an der Université Paris 3 Sorbonne Nouvelle; Publikationen: Berlin divisé au cinéma depuis 1945, in: Dossier thématique mis en ligne sur le site Magfilm, Centre national de la documentation pédagogique; Entre effacement des traces et muséification: la mémoire est-allemande vingt ans après la chute du Mur de Berlin, in: Cahiers d’Histoire immédiate 37/38 (2010), S. 153-170.

CLASSEN, Christoph, Jg. 1965, Dr. phil, Wissenschaftlicher Koordinator der Abteilung „Zeitgeschichte der Medien und Informationsgesellschaft“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF); Publikationen: Faschismus und Antifaschismus. Die nationalsozialistische Vergangenheit im ostdeutschen Hörfunk 1945-1953, Köln, Böhlau, 2004; (mit Wulf Kansteiner) (Hg.), Historical Representation and Historical Truth. History & Theory, Theme Issue 47, Malden/MA, Wiley, 2009; (mit Klaus Arnold u.a.) (Hg.), Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen? Zum Verhältnis von Medien und Politik im 20. Jahrhundert, Leipzig, Leipziger Universitätsverlag, 2010.

DEFRANCE, Corine, Jg. 1966, Professorin für Zeitgeschichte am CNRS (UMR IRICE, Paris); Publikationen: Les Alliés occidentaux et les universités allemandes, 1945-1949, Paris, CNRS Éditions, 2000; mit Ulrich Pfeil, Entre guerre froide et intégration européenne. Reconstruction et rapprochement 1945-1963 (Histoire franco-allemande, volume 10), Villeneuve d’Ascq, Septentrion, 2012; mit Nicole Colin, Ulrich Pfeil und Joachim Umlauf (Hg.), Lexikon der deutsch-französischen Kulturbeziehungen seit 1945, Tübingen, Narr, 2013.← 335 | 336 →

FORBRIG, Karsten, Jg. 1981, Doktorand an den Universitäten Nantes und M...

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