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August Rauschenbusch (1816-1899)

Ein Pionier der deutschen Baptisten in Nordamerika

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Andreas Schumacher

Der vorliegende Band der Reihe «New German-American Studies» erörtert anhand der Lebensgeschichte des gebürtigen Westfalen August Rauschenbusch und unter Anwendung gängiger Methoden der deutsch-amerikanischen und transatlantischen Geschichtsschreibung das Schicksal eines deutschen Amerikaauswanderers im 19. Jahrhundert. August Rauschenbusch migrierte 1846 als protestantischer Missionar nach Missouri und hatte später eine angesehene Stellung als Professor und Ausbilder von Predigern an einem deutschsprachigen theologischen Seminar im Staat New York inne.
Der Verfasser rückt durch seine Untersuchung der Biographie eines deutschen Theologen und Einzelauswanderers in den USA heute vergessene oder bisher weitgehend vernachlässigte Forschungsfelder deutsch-amerikanischer Geschichte wieder ins Bewusstsein.

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2. Herkunft, Erziehung, Jugend (1816–1834) 33

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KapitEl 2 Herkunft, Erziehung, Jugend (1816–1834) August Rauschenbusch entstammt einem alten westfälischen Pastoren- geschlecht. Die Familie stammt ursprünglich von dem Rauschenbusch- Hof unweit Herford. Stammvater und zugleich der erste Prediger der Pastorenfamilie ist Magister Esaias Rauschenbusch, der zuletzt Pastor an der lutherischen Gemeinde in Merbeck war und im Jahre 1682 starb. Ihm folgten Sohn und Enkel im Amt nach.1 Der Urenkel des Esaias 1 Vgl. Rauschenbusch, Leben und Wirken, S. 104; Döring, Rauschenbusch, S. 223; Paul, Christian: Geschichte der Familie Rauschenbusch [unveröffentlichtes, nicht paginiertes maschinenschriftliches Manuskript] [um 1932] (Abschnitte „Magister Esaias Rauschenbusch“ und „Die Kirche zu Meerbeck im Schaumburgerlande“). Es gibt verschiedene Familien mit dem Namen Rauschenbusch. Eine verwandtschaft- liche Verbindung zwischen der Familie des Magisters Esaias Rauschenbusch und der auf dem Hof ansässigen Familie konnte bisher nicht nachgewiesen werden (vgl. Paul, Geschichte der Familie Rauschenbusch). Im ersten Kapitel seiner Biographie hat August Rauschenbusch selbst die auf dem Hof ansässige Familie Rauschenbusch nicht als Verwandtschaft, sondern als „eine Familie unseres Namens“ bezeich- net (Rauschenbusch, Leben und Wirken, S. 3). Falsch ist die Darstellung in der Forschungsliteratur über die adelige Abkunft der Familie Rauschenbusch. Die zuerst von August Rauschenbusch selbst als „eine interessante Tradition unserer Familie“ bezeichnete Erzählung, wonach ein im 30jährigen Krieg verwundeter adeliger Offizier aus Schweden von der Tochter des Hofbesitzers gesund gepflegt, sie geheiratet und den Namen der Familie angenommen habe, als er sich auf dem Hof festsetzte, entspricht nicht den historischen Tatsachen (Rauschenbusch, Leben und Wirken, S. 3...

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