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China und China-Erfahrung in Leben und Werk von Anna Seghers

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Weija Li

Das vorliegende Buch rekonstruiert und analysiert als erste Studie dieser Art Anna Seghers’ Begegnung mit den Chinesen, der chinesischen Kultur und Geschichte, der Politik sowie der Gesellschaft des Landes chronologisch. Durch die Darstellung und Analyse Seghers’ China-Begegnung, und der Einflüsse auf ihr Leben und Werk wird eine seit Langem existierende Wissenslücke in der Seghers-Forschung geschlossen. Gleichzeitig bietet diese Arbeit neue Perspektiven und Ansätze für weitere Forschungen in verwandten Gebieten wie in der Sinologie, Politikwissenschaft und -geschichte, Kulturwissenschaft und der interkulturellen Kommunikation.
Beim Arbeitsverfahren werden sinologische, geschichts-, kultur-, politik-, literatur- und kunstwissenschaftliche Methoden verwendet.
Als eine der wichtigsten Quellengrundlagen dienen die Archivmaterialien des Anna-Seghers-Archivs in der Akademie der Künste in Berlin.

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Kapitel 1 - Der sinologische Beitrag zur China-Rezeption in der deutschen Literatur 1

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Kapitel 1 Der sinologische Beitrag zur China-Rezeption in der deutschen Literatur Anna Seghers’ Sinologiestudium an der Universität Heidelberg war zwar nicht ihre früheste Begegnung mit China und der Kultur des Landes, jedoch war es ihre intensivste Beschäftigung mit der chinesischen Sprache, Kultur und Kunst, die einen nachhaltigen Einfluss auf ihr Leben und ihre Chinawerke hinterließen. Seghers’ Interesse an China und ihre spätere lite- rarische Beschäftigung mit China ist ein relevantes Beispiel für die vielen Intellektuellen bzw. Schriftsteller im europäischen Kulturraum, die in der chinesischen Thematik Inspiration, Anregung und Bestätigung für ihre eigenen Konzeptionen suchten. In diesem Kontext ist es daher notwendig, im Folgenden einen historischen Überblick von der China-Rezeption in der deutschsprachigen Literatur mit der Berücksichtigung der Entwicklung der Sinologie in Europa bzw. Deutschland zu bieten. Die kulturelle China-Begegnung und die darauf folgende China-Rezep- tion im deutschsprachigen Raum ist ein wichtiges geistes- und kulturge- schichtliches Phänomen, das als ein Teil der europäischen Kulturgeschichte verstanden werden muss. Betrachtet man die Gründung des Seminars „La Chaire de langues littératures chinoises et tartares-mandchoues“ an dem Collège de France in Paris 1814 als die Geburtsstunde der europäischen akademischen Sinologie, so wird der Anfang der deutschen institutiona- lisierten Sinologie durch die Errichtung des ersten Sinologielehrstuhls im Jahr 1909 an dem Kolonialinstitut der Freien- und Hansestadt Hamburg angekündigt. Die kulturelle Begegnung zwischen Deutschland und China und die dadurch erworbene sinologische Kenntnis über das Land und dessen Geschichte, Philosophie,...

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