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China und China-Erfahrung in Leben und Werk von Anna Seghers

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Weija Li

Das vorliegende Buch rekonstruiert und analysiert als erste Studie dieser Art Anna Seghers’ Begegnung mit den Chinesen, der chinesischen Kultur und Geschichte, der Politik sowie der Gesellschaft des Landes chronologisch. Durch die Darstellung und Analyse Seghers’ China-Begegnung, und der Einflüsse auf ihr Leben und Werk wird eine seit Langem existierende Wissenslücke in der Seghers-Forschung geschlossen. Gleichzeitig bietet diese Arbeit neue Perspektiven und Ansätze für weitere Forschungen in verwandten Gebieten wie in der Sinologie, Politikwissenschaft und -geschichte, Kulturwissenschaft und der interkulturellen Kommunikation.
Beim Arbeitsverfahren werden sinologische, geschichts-, kultur-, politik-, literatur- und kunstwissenschaftliche Methoden verwendet.
Als eine der wichtigsten Quellengrundlagen dienen die Archivmaterialien des Anna-Seghers-Archivs in der Akademie der Künste in Berlin.

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Kapitel 3 - Seghers’ China-Begegnung und ihre China-Werke bis 1933 49

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Kapitel 3 Seghers’ China-Begegnung und ihre China-Werke bis 1933 Zu Seghers’ China-Werken bis 1933 gehören die Reportage-Erzählung „1. Mai Yanschuhpou“ (1932), die kurzen Erzähltexte „Der Führerschein“ (1932), „Die Stoppuhr“ (1933) und „Der Last-Berg“ (1933), der Aufsatz in Dialog- form „Kleiner Bericht aus meiner Werkstatt“ (1932) und der China-Strang des Romans Die Gefährten (1932). Diese Werke bilden den ersten Höhe- punkt in Seghers’ beinahe vierzig Jahre andauernden schriftstellerischen Beschäftigung mit China. Unter den deutschen Schriftstellern war Seghers die einzige, die einen engen Kontakt bzw. Freundschaften mit mehreren in Deutschland lebenden Chinesen pflegte. Aus diesen Kontakten und diesen Freundschaften mit chinesischen politischen Aktivisten, vor allem Kommunisten, resultierten die ersten China-Werke der Autorin, in denen sie durch die Erzählungen ihrer Freunde und die Anwendung der publizierten chinesischen Materi- alien ein aktuelles China präsentierte. Die Einzigartigkeit der Seghers’ chinabezogenen Werke besteht auch darin, dass diese China-Werke bis 1933 beinah lückenlos alle wichtigsten politischen Ereignisse in China vom Ende der 1920er Jahre bis zum Anfang der 1930er Jahre miteinbeziehen. Der Aufsatz „Kleiner Bericht aus meiner Werkstatt“ (1932) und die Reportage-Erzählung „1. Mai Yanschuhpou“ (1932) beziehen sich auf die von der KPC geführte Arbeiterbewegung in Schanghai, die 1927 ihren Höhepunkt in der Form des militärischen Arbei- teraufstandes erlebte. Der China-Handlungsstrang des Romans Die Gefähr- ten (1932) erzählt von den chinesischen Revolutionären in Europa und ihrer Rückkehr nach China am Ende der 1920er Jahre. Mit der kurzen Erzählung...

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